"matinee" am 8. Dezember: Callas-Porträt zum 90. Geburtstag und Best of Dagmar Kollers "Hallo, wie geht's?"

Ab 9.05 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) - Maria Callas und Dagmar Koller in der ORF-Feiertags-"matinee" am Sonntag, dem 8. Dezember 2013: Zum Auftakt des Kulturvormittags, durch den Peter Schneeberger ab 9.05 Uhr in ORF 2 führt, würdigt der ORF die unerreichte Primadonna assoluta des 20.Jahrhunderts mit einem Filmporträt zum 90. Geburtstag, den diese am 2. Dezember begangen hätte. Die mehrfach ausgezeichnete Dokumentation "Maria Callas - Leben und Sterben für die Kunst" erinnert an die Jahrhundertsängerin, deren Schicksal und einzigartige Kunst bis zum heutigen Tag nicht nur Opernfans tief berühren. Anschließend, um 10.05 Uhr, stehen die Highlights von 25 Jahren Hallo, wie geht's?" auf dem Programm: Mit dem Best-of aus 115 Sendungen geht die beliebte TV-Reihe, in der Dagmar Koller Künstlerkollegen und andere interessante Persönlichkeiten zum Gespräch bat, zu Ende.

Details zu den Sendungen:

"Maria Callas - Leben und Sterben für die Kunst" (9.05 Uhr)

Die Dokumentation von Steve Cole dreht sich nicht nur um eine der legendärsten Inszenierungen von Puccinis "Tosca", sondern auch um eine der legendärsten Darstellerinnen der Titelrolle: Maria Callas als Floria Tosca war in Franco Zeffirellis Inszenierung von 1964 am Royal Opera House Covent Garden in ihrer Dramatik kaum zu überbieten und ist seither nicht nur Opernfreunden ein Begriff. Der Film beleuchtet die Callas als Darstellerin und widmet sich vor allem den tragischen Momenten am Ende ihrer gloriosen Karriere. Zwischen Callas' realem Leben und der Gestaltung ihrer Bühnenfigur der Floria Tosca existierte eine seltsame Verbindung. "Ich habe für die Kunst gelebt, aber auch für die Liebe", singt Tosca in ihrer großen Arie "Vissi d'arte". Wer diese Worte von der Callas gesungen hörte, konnte an deren Wahrhaftigkeit nicht mehr zweifeln.

Von der berühmten Zeffirelli-Inszenierung ist nur wenig Filmmaterial erhalten geblieben: ein wenig vom 2. Akt und einige Teile vom 1. Akt, die nach einer aufwendigen Bearbeitung in technisch hochwertiger Qualität zu sehen sind. Daneben zu hören sind sogar Piratenaufnahmen von Callas' letzter Vorstellung. Callas' berühmter Partner als Scarpia, Tito Gobbi ist genauso in einem historischen Interview zu sehen wie der - mittlerweile 90 Jahre alte - Regisseur Franco Zeffirelli, der sich nochmals an die Tage der Produktion zurückerinnert. Aber auch das private Leben der Maria Callas, mit der er befreundet war, lässt Zeffirelli im Gespräch nicht unberührt. Ebenso gibt Alan Sievewright, ein anderer persönlicher Freund der Callas, Einblicke in ihr Leben und in ihr Leiden mit Aristoteles Onassis.

Grace Bumbry, die später in der gleichen "Tosca"-Produktion auftretende Operndiva, ist bis heute fasziniert von Callas' seelenvollem Ausdruck, und Plácido Domingo bedauert, dass er nie die Möglichkeit hatte, mit seiner großen Kollegin auf der Bühne zu stehen. Dame Judy Dench beschreibt fasziniert den Effekt, den die Schauspielkunst der Callas auf ihre eigene Darstellung hatte. Daneben geben noch John Copley, der Zeffirelli 1964 bei der "Tosca"-Regie assistierte und Dirigent Antonio Pappano beredtes Zeugnis von der Magie einer Persönlichkeit, wie sie nur Maria Callas hatte.

"Hallo, wie geht's? - Die Highlights" (10.05 Uhr)

"Hallo, wie geht's?" Diese Frage stellte Dagmar Koller insgesamt 115-mal prominenten Gästen aus aller Welt. Zu Mariä Empfängnis blickt sie zurück auf 25 Sendungsjahre und lässt in ihrer Wohnung in der Wiener Innenstadt die Höhepunkte Revue passieren. Gemeinsam mit dem Publikum erinnert sie sich an große Kollegen, spannende Menschen, unterhaltsame Gespräche und wunderschöne Orte, die sie im Laufe ihrer Sendung bereisen durfte. Dagmar Koller zum Abschied: "Es waren wunderbare, spannende Jahre. Ich durfte viele große Künstler und beeindruckende Menschen kennenlernen, von denen ich viel gelernt habe. Mein Dank gilt dem gesamten Team, mit dem ich all die Jahre hervorragend zusammen arbeiten durfte."

Von persönlicher Herzlichkeit waren Dagmar Kollers Besuche bei ihren "Nachbarn" Cliff Richard und Udo Jürgens an der portugiesischen Algarve gekennzeichnet, das Zusammentreffen mit Hildegard Knef in Berlin hat sie besonders nachhaltig beeindruckt. Höhepunkte in den 115 Sendungen waren sicherlich auch Gespräche mit Hollywood-Größen wie Anthony Quinn und Paul Anka, der für die Koller sogar gesungen, und Jack Lemmon, der für sie in die Klaviertasten gegriffen hat. Larry Hagman pfiff der Koller die "Kleine Nachtmusik" und Arnold Schwarzenegger gestand ihr - noch vor seiner Zeit als Gouverneur von Kalifornien - seine Leidenschaft für die Politik. Es war nicht immer leicht, an diese Stars überhaupt heranzukommen, wochenlanges Warten war dafür eine ungeliebte, aber notwendige Voraussetzung.
Auch große Künstler der Theater- und Opernbühnen gaben Dagmar Koller die Ehre, darunter Michael Heltau, Klaus Maria Brandauer, Marcel Prawy, Luciano Pavarotti und Montserrat Caballé. Zahllose heitere Anekdoten bereicherten das Programm und zeigten, dass auch große Künstler den alltäglichen Herausforderungen nicht immer ganz gewachsen sind. So erinnert sich Koller daran, wie gut sich Hans-Joachim Kulenkampff beim Reifenwechseln angestellt und welche Tipps bezüglich Mode sie von Nina Hagen bekommen hat.

"Maria Callas - Leben und Sterben für die Kunst" und "Hallo, wie geht's? - Die Highlights" werden als Live-Stream angeboten und sind nach der TV-Ausstrahlung auf der Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) als Video-on-Demand abrufbar.

Rückfragen & Kontakt:

http://presse.ORF.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRF0009