Praktika - der erfolgreiche Weg zum Job

Wirtschaftskammer Österreich unterstützt neuen Qualitätsrahmen für Praktika der EU-Kommission

Wien (OTS/PWK866) - Die Jugendarbeitslosigkeit ist in einigen europäischen Staaten unannehmbar hoch. Die Europäische Kommission versucht dagegen unter anderem mit der Jugendgarantie entgegenzuarbeiten, die vorsieht, dass jedem Jugendlichen bis zu 25 Jahren spätestens vier Monate nach Eintreten der Arbeitslosigkeit eine hochwertige Arbeitsstelle, Weiterbildung oder ein Praktikum angeboten wird. Als neueste Maßnahme gegen die Jugendarbeitslosigkeit wurde heute von der EU-Kommission ein neuer Qualitätsrahmen für Praktika präsentiert. Die Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) begrüßt diese Initiative, weil Praktika generell eine gute Möglichkeit sind, praktische Erfahrungen in einem bestimmten Bereich zu erwerben, wobei der Ausbildungszweck im Vordergrund zu stehen hat. Praktika sollen jungen Menschen - insbesondere Schüler und Schülerinnen, Studierende und Absolventen einer Ausbildung - praktische Kenntnisse und Erfahrungen sowie die damit verbundenen Anwendungskompetenzen vermitteln, und zwar dort, wo die Arbeit anfällt, wo reale Ergebnisse sichtbar werden und in betrieblicher Zusammenarbeit entstehen.

"Der von der EU-Kommission vorgelegte Rahmen schafft Transparenz und ist flexibel genug um den Mitgliedstaaten, die bereits funktionierende Systeme haben, keine Steine in den Weg zu legen", erläutert Michael Landertshammer, Leiter der Abteilung für Bildungspolitik in der WKÖ. Gerade bei grenzüberschreitenden Praktika besteht spezieller Regelungsbedarf, hier unterstützt der Qualitätsrahmen auf europäischer Ebene mit konkreten Empfehlungen die Qualitätssicherung. Allerdings müsse klar zwischen Praktika am freien Markt und Praktika im Rahmen von sonstigen Ausbildungsverhältnissen unterschieden werden. Praktika im Zuge von Lehrlingsausbildungen, sowie die Lehrlingsausbildung selbst, bleiben von dieser Empfehlung ausgeklammert. Bei der Umsetzung der Empfehlung müsse sichergestellt werden, dass es für Unternehmen attraktiv bleibt, Praktika anzubieten, da die Produktivität von Praktikanten nicht mit der eines Arbeitnehmers zu vergleichen ist.

"Nachdrücklich zu begrüßen ist, Praktikumsplätze in das europäische Jobportal 'EURES' aufzunehmen, um auch grenzüberschreitende Praktika zu erleichtern. Damit können Jugendliche aus Regionen mit hoher Arbeitslosigkeit zusätzliche Erfahrungen im EU-Ausland erwerben und so ihre Kenntnisse und Fähigkeiten erweitern, was bei der späteren Arbeitsaufnahme in ihrem Heimatland ein Vorteil sein kann", betont Martin Gleitsmann, Abteilungsleiter für Sozialpolitik in der WKÖ, abschließend. (BS)

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