Musiol: Mehr Qualität in der Kinderbetreuung

Grüne fordern: Kindergärten in Bundeshand

Wien (OTS) - "Ich unterstütze die Forderung der Arbeiterkammer nach einheitlichen Qualitätsstandards für Krippen und Kindergärten", sagt Daniela Musiol, Familiensprecherin der Grünen. Derzeit hängt es von der Postleitzahl ab, ob ein Kind einen Krippenplatz bekommt, wie viel dieser kostet oder mit wie vielen Kindern es gemeinsam betreut wird. Jedes Bundesland macht hier seine eigenen Regeln. "Wir wollen, dass Kindergärten in die Zuständigkeit des Bundes kommen, damit endlich klare Mindeststandards für die Qualität vorgegeben werden", fordert Musiol. Erst damit gibt es für Kinder eine Garantie für die gleichen Bildungschancen.

"ExpertInnen empfehlen für Kinder unter drei Jahren einen Betreuungsschlüssel von 1:3. Somit soll eine Pädagogin für drei Kinder zuständig sein. Im Burgenland teilt ein Kleinkind seine PädagogIn mit acht anderen Kindern. In Tirol kümmert sich eine Pädagogin um sechs Kinder. In der Praxis heißt das: eine PädagogIn fördert, wickelt, bastelt, isst, singt, spricht mit 8 Kindern gleichzeitig! So kann keine individuelle Förderung stattfinden," analysiert Musiol.

"Trotz Milliardenloch muss der weitere Ausbau der Kinderbetreuung absolute Priorität haben. Ich erwarte mir von der nächsten Regierung, dass die versprochenen 100 Millionen jährlich, auch wirklich investiert werden, denn es handelt sich hier um Investitionen in die Zukunft. Doch der weitere Ausbau darf nicht zu Lasten der Qualität gehen. Damit es nicht zu Verschlechterungen für PädagogInnen und Kindern kommt, müssen österreichweite Mindeststandards abgesichert sein", sagt Musiol.

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