Wlodkowski: Ländliche Entwicklung - Kofinanzierungsversprechen halten

Bauern nicht im Stich lassen: Für 2013 wird Einkommensminus befürchtet

Wien (OTS) - "Das Programm Ländliche Entwicklung ist kein Steinbruch für all jene Bereiche, in denen mit der Gießkanne Klientelpolitik betrieben werden soll, sondern es dient allen Menschen am Land. Den Motor bildet die Landwirtschaft, den Erfolg teilen sich Arbeitsplätze, Wirtschaftswachstum und Umwelt, wie auch Wirtschaftsforscher klar bestätigen. Daher verlangen wir, dass die Regierungsspitze ihr vor der Wahl abgegebenes Versprechen auf Punkt und Beistrich einhält und die bewährte Kofinanzierung, die jedem Euro aus Brüssel einen aus Österreich entgegenstellt, weiterführt. Die Landwirtschaft hat immer einen Konsolidierungskurs mitgetragen. Doch angesichts eines erneut drohenden deutlichen Einkommensminus im heurigen Jahr wehren wir uns gegen Pläne, mit Geldern aus dem Agrarbudget Budgetlücken aus anderen Bereichen stopfen zu wollen", appellierte Gerhard Wlodkowski, Präsident der Landwirtschaftskammer Österreich, an die Regierungsverhandler, die vor der Wahl gemachten Zusagen auch einzuhalten.

Schaden für alle am Land

"Es ist eine Tatsache, dass eine positive Wirtschaftsentwicklung im Agrarbereich unmittelbar zu neuen Investitionen der bäuerlichen Unternehmer führt. Wenn jedoch massive Unwetter, Dürre- und gleichzeitig Überschwemmungsschäden, wie sie 2013 gebracht hat, ein spürbares Minus beim bäuerlichen Einkommen befürchten lassen und gleichzeitig von der Politik massive Einschnitte drohen, dann sind nicht nur bäuerliche Existenzen gefährdet. Denn die öffentlichen Gelder für die Ländliche Entwicklung brachten uns im EU-Vergleich die vitalsten ländlichen Regionen und keine menschenleeren Abwanderungsgebiete, wie in anderen Ländern. Ein radikales Minus für die Bauern im nationalen Budget würden die ohnehin schon fixierten Kürzungen auf EU-Ebene enorm negativ verstärken. Dass hätte aber nicht nur für den Agrarbereich selbst, sondern für die Wirtschaft, die Arbeitsplätze und das soziale Engagement in den Dörfern und Kleinstädten des Landes verheerende Auswirkungen", so Wlodkowski abschließend.
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