Becker: Europa braucht gesetzliche Rahmenbedingungen mit fairer Bezahlung von Praktika

EU-Abgeordneter sieht Verantwortung der Mitgliedstaaten im Rahmen der Jugendgarantie – auch aus "Respekt vor unserer Jugend"

Brüssel, 04. Dezember 2013 (ÖVP-PD) "Es muss endlich gesetzliche Rahmenbedingungen für Praktika geben. Es kann nicht sein, dass rund ein Viertel der Jugendlichen in der EU arbeitslos sind und Praktikanten dann als Billig- oder sogar Gratisarbeitskräfte ausgenützt werden. Das verlangt schon der Respekt vor der Leistungsbereitschaft unserer Jugend", so Heinz K. Becker, Beschäftigungs- und Jugendsprecher der ÖVP im EU-Parlament. Die EU-Kommission veröffentlicht heute eine Empfehlung für qualitative Rahmenbedingungen für Praktika. "Es ist ein guter Vorschlag, aber er ist viel zu mutlos. Leider spricht die
Kommission beim Thema Bezahlung von Praktikanten bloß von mehr Transparenz. Ich fordere aber, dass eine faire Bezahlung zur Selbstverständlichkeit wird - vom Taschengeld für Hilfstätigkeiten bis zum Leistungsentgelt bei anspruchsvolleren Jobprofilen. Hier müssen konsequenterweise nationale Gesetze angepasst werden", so Becker. ****

"Der Beitrag, den Praktikanten leisten, wird oft massiv unterschätzt und somit sehen sich diese vermehrt mit Lohndumping und Ausbeutung konfrontiert. Praktika in der Übergangsphase von Schule zu Berufsleben müssen adäquate Bezahlung, faire Arbeitsbedingungen und Versicherungsschutz für unsere Jugendlichen mit sich bringen", so Becker. Der EU-Abgeordnete kritisiert, dass durch eine fehlende faire Bezahlung ganze Bevölkerungsgruppen einen schlechteren Zugang zu Praktika haben, weil sich nur Kinder wohlhabender Eltern diese leisten können. "Das müssen diese zukünftigen Topkräfte den Betrieben wert sein", so Becker.

Darüber hinaus ist die Einbindung von Praktika in das Eures-Netzwerk, eine Art europäisches Online-Arbeitsmarktservice zur beruflichen Mobilität, laut Becker sehr zu begrüßen. "So wie das österreichische Arbeitsmarktservice viele Österreicherinnen und Österreicher erfolgreich durch die Krise geführt hat, kann das europäische Eures-Netzwerk ganz gezielt jungen Menschen zu Mobilität und besseren Chancen am Arbeitsmarkt verhelfen – besonders in Zeiten wie diesen", so Becker abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

Heinz K. Becker MEP, Tel.: +32-2-284-5288,
heinzk.becker@ep.europa.eu
Anna Meusburger M.A., EVP-Pressedienst, Tel.: +32-493-183297,
anna.meusburger@ep.europa.eu

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NVP0001