Schwentner: Bonus-Malus zur Beschäftigung von Menschen über 50 ist gut, aber nicht genug

Grüne: Verschärfungen ohne zusätzliche Jobs und bessere Arbeitsbedingungen sind unseriös

Wien (OTS) - "Die Schaffung eines Bonus-Malus-Elements für Betriebe ist ein guter und wichtiger Schritt zur Förderung der Beschäftigung von Menschen über 50 Jahren, aber allein nicht ausreichend", meint Judith Schwentner, Sozialsprecherin der Grünen zum kolportierten Plan der Regierung, Betriebe, die zu wenig Menschen über 50 beschäftigen oder diese gar kündigen mit einem Zusatzbeitrag zu belegen. "Wir müssen auch dafür sorgen, dass es ausreichend Jobs gibt und Menschen länger gesund zu bleiben", sagt Schwentner.

Gegenwärtig tut die Regierung so, als würden die Probleme mit dem effektiven Pensionsantrittsalter mit Verschärfungen im Pensionsrecht zu lösen sein. "Das ist absurd. Nur 55 Prozent aller PensionistInnen gehen direkt aus der Arbeit in Pension, die anderen sind entweder arbeitslos oder krank. Deswegen muss im Arbeitsleben angesetzt werden und nicht im Pensionsrecht", sagt Schwentner und ergänzt: "Belastende Arbeitsbedingungen müssen verbessert, krankmachende Dauerüberstunden verhindert und Niedrigstlöhne erhöht werden. Und dazu brauchen wir Investitionen in Jobs in Zukunftsbranchen wie Gesundheit, Soziales, Umwelt, Bildung, Forschung und Entwicklung oder Kultur. Die Regierung streut den Menschen Sand in die Augen, wenn sie so tut, als gäbe es strukturelle Veränderungen zum Nulltarif. Übrig bleiben Menschen, die sich im Arbeitsleben kaputt machen und arbeitslos oder krank noch länger auf die Pension warten müssen. Das ist keine seriöse Politik", kritisiert Schwentner.

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