Die intelligente Stadt - smarte Zitate zu Wien

Wien (OTS) - Was bedeutet Smart City? Warum müssen sich Städte heutzutage dafür interessieren? Welche Rollen spielen die BürgerInnen bei diesem Thema? wien.at sprach in den letzten Wochen mit zahlreichen EntscheidungsträgerInnen aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft über das Thema. Die besten Zitate:

"Wir haben zum ersten Mal in der Menschheitsgeschichte die Situation, dass mehr als 50 Prozent aller Menschen in Städten leben, Tendenz weiter steigend." - Wiens Planungsdirektor Thomas Madreiter sieht eine große Herausforderung.

"Intelligent ist, was das Leben einfacher macht." - Madreiter führt dazu als Beispiel an, dass vor 30 Jahren niemand gedacht hätte, dass es Realität wird, mit einem Smartphone Fahrtkarten für die U-Bahn zu kaufen oder sich über die aktuelle Verkehrslage zu informieren.

"Ob der Begriff Smart City bleiben wird, weiß ich nicht. Vielleicht ändert er sich in Future Cities oder Innovative Cities. Aber die Idee dahinter wird bleiben." - Durch Innovation und Technologie Ressourcen effizient einsetzen, erklärt Klimaexperte Boyd Cohen.

"Auf der einen Seite sollen BürgerInnen eingebunden werden, gleichzeitig sollte aber das getan werden, was für die Zukunft einer Stadt richtig ist. Das passt nicht immer zusammen." - Der Schöpfer des Smart City Index, Boyd Cohen, sieht einen permanenten Balanceakt für die Politik.

"Die "Smart City" ist gemeinsam mit den BürgerInnen beziehungsweise für die BürgerInnen zu entwickeln, sodass der Mehrwert auf der lokalen Ebene, im Grätzel, für einzelne Gruppen erkennbar, erlebbar und nutzbar wird." - Prof. Rudolf Giffinger (TU Wien) plädiert für Bürgerpartizipation.

"Nur wenn alle am selben Strang ziehen, kann Großes geleistet werden." - Das Einbeziehen der Bevölkerung ist auch für Gabriele Zuna-Kratky (Direktorin Technisches Museum) notwendig.

"Voraussetzung dafür ist die konsequente Umsetzung einer integrativen Stadtplanung." - Mobilität, Gebäude, Energie und Industrie müssen für Brigitte Bach (AIT - Austrian Institute of Technology) in einem gesamtheitlichen Ansatz berücksichtigt werden.

"Hier geht es uns darum, die verschiedenen Verkehrsträger optimal miteinander zu vernetzen. Denn wenn man Bahn, Schiff und Lkw optimal aufeinander abstimmt, dann entsteht ein Modal Split, der für die Wirtschaft genauso Sinn macht wie für die Umwelt- und Lebensqualität." - Die Trimodalität sieht Peter Hanke (Geschäftsführer der Wien Holding) als einen ausschlaggebenden Faktor.

"Technologie ermöglicht den Brückenschlag zwischen den ökonomischen und ökologischen Anforderungen von Städten sowie deren Bewohnerinnen und Bewohnern." - Wolfgang Hesoun (Generaldirektor Siemens AG Österreich) über das lebende Labor in der Seestadt Aspern.

"Meine Großmutter hat noch Holz gesammelt und sie wusste, wenn sie viel heizt, muss sie viel Holz sammeln. Sie hatte einen direkten Bezug zu Energie." - Bernd Vogl (Abteilungsleiter MA20 -Energieplanung) sieht bei Solartechnologien, die anzeigen, wie viel Energie produziert wird, die Möglichkeit, den Menschen das Gefühl für Energie zurückzugeben.

"Die San Francisco Bay Area - hier befindet sich das Silicon Valley - liegt im Innovative Cities Global Index nur einen Platz hinter Wien." - Klemens Himpele (Abteilungsleiter MA23 - Wirtschaft, Arbeit und Statistik) ist aufgefallen, dass Wien vor jener Region liegt, die als Inbegriff von Innovation gilt.

"Die Stärken - etwa in den Bereichen IKT, Life Sciences und Creative Industries - müssen deutlicher sichtbar gemacht werden. Das klingt leichter als es ist, da mit Wien - zugespitzt formuliert - vor allem Sisi, Walzer und Wiener Schnitzel verbunden werden." - Himpele über nicht ganz so smarte Attribute Wiens.

"Intelligenz sowieso, denn je mehr es davon auf der Welt gibt, desto besser für die Welt." - WienTourismus-Direktor Norbert Kettner sieht einen zweiten globalen Trend neben "Green Meetings".

"Wiens Interessen enden nicht an den Stadtgrenzen. Dafür ist das Bewusstsein zu schärfen." - Magistratsdirektor Erich Hechtner über die Mitwirkung der Wiener Stadtverwaltung in internationalen Organisationen und Netzwerken in Zeiten des internationalen Städtewettbewerbs.

"Die Bürgerinnen und Bürger einer smarten Stadt werden in Zukunft mehr Möglichkeiten haben, ihren Alltag positiv zu organisieren." -Für Veronika Haunold (Geschäftsführerin TINA Vienna) geben vor allem technologische Innovationen den entscheidenden Ausschlag.

"Es muss so gestaltet sein, dass der Verzicht aufs Auto als Bereicherung erkannt wird und nicht als Verlust." - Thomas Bohrn (Geschäftsführer des Verkehrsverbunds Ost-Region) skizziert das Mobilitätsangebot der Zukunft.

"U-Bahn, Bus und Straßenbahn fahren auf 119 Linien mit hunderten Fahrzeugen jeden Tag insgesamt 180.000 Kilometer - also viermal um die Welt." - Geschäftsführer Eduard Winter konkretisiert den Beitrag der Wiener Linien zu nachhaltiger Mobilität.

"Bald werden die Fahrzeuge untereinander kommunizieren, sich gegenseitig ausweichen und die optimale Geschwindigkeit wählen." -Johann Mittheisz (Chief Information Officer der Stadt Wien) über die anstehende Revolution im Verkehr.

"Forscher der Universität Hawaii haben bekannt gegeben, dass es mittlerweile mehr Daten als Sandkörner am Strand gibt." - Michael Schramm (IBM Österreich) über das Phänomen Big Data und die Herausforderung, die Daten mit einem tatsächlichen Wert für das Individuum herauszukristallisieren.

Alle Interviews online:
http://www.wien.gv.at/stadtentwicklung/projekte/smartcity/interviews

(Schluss) scm

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