Industrie zu Arbeitsmarkt: Aufschieben von Reformen geht auf Kosten von Wachstum und Beschäftigung

IV-GS Neumayer: Weitere Belastungen für Betriebe gefährden Arbeitsplätze - Menschen durch Schließen der Schlupflöcher länger in Beschäftigung halten

Wien (OTS/PdI) - "In Anbetracht der weiterhin steigenden Arbeitslosenzahlen ist es dringend an der Zeit, strukturelle und konsequente Schritte in der Verwaltung, im Bildungssystem und bei den Pensionen zu setzen", forderte der Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV), Mag. Christoph Neumayer, angesichts der aktuell veröffentlichten Arbeitsmarktzahlen, heute, Montag. "Die Zahl der Arbeitslosen und der Schulungsteilnehmer nahm Ende November im Vergleich zum Vorjahr erneut um 10,8 Prozent zu. Nur durch ein reformorientiertes, wirtschaftsfreundliches politisches Umfeld können Wachstums- und Beschäftigungspotenziale erzeugt werden. Durch neue Belastungen wird kein einziger neuer Arbeitsplatz geschaffen - ganz im Gegenteil", warnte der IV-Generalsekretär.

"Umfragen zeigen, dass 88 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher zum frühestmöglichen Zeitpunkt in Pension gehen wollen. Um die Erwerbsbeteiligung älterer Personen zu erhöhen, sind mutige Veränderungen im Pensionssystem selbst erforderlich, denn ein Bonus-Malus-Quotenmodell ist eindeutig der falsche Weg", so Neumayer. "1970 haben die Österreicherinnen und Österreicher durchschnittlich 15,6 Jahre in Pension verbracht, heute sind es rund 25 Jahre. Lediglich 22 Prozent aller Pensionszuerkennungen erfolgten im Jahr 2012 aus dem Grund der Alterspension. Die Möglichkeit, frühzeitig in Pension zu gehen, muss weiter eingeschränkt und das gesetzliche Frauenpensionsalter rascher an jenes der Männer angepasst werden", forderte Neumayer. "Um Beschäftigung zu schaffen und die Wettbewerbsfähigkeit des Arbeits- und Industriestandortes Österreich zu steigern, braucht es eine Entlastung und Entbürokratisierung. Österreich liegt mit einer Steuer- und Abgabenlast von rund 42 Prozent wesentlich über dem europäischen Durchschnitt. Anstatt unseren Betrieben weitere wachstumshemmende Belastungen aufzuerlegen, gilt es den Faktor Arbeit insbesondere durch substanzielle Senkung der Arbeitszusatzkosten zu entlasten", so der IV-Generalsekretär.

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