Neues Volksblatt: "Prestigeerfolg" von Herbert SCHICHO

Ausgabe vom 30. November 2013

Linz (OTS) - Prestigeprojekte bringen es bisweilen mit sich, dass das Prestige leidet. Ein gutes Beispiel ist die Zentralmatura: 2008 begann Unterrichtsministerin Schmied mit der Umsetzung, der PISA-Boykott der Schüler 2009 war ein erster Aufschrei der Schüler. Solche Projekte darf man nicht Husch-Pfusch erledigen, solche Umstellungen müssen penibel vorbereitet werden und die Neuerungen müssen alle Beteiligten vorab detailliert erklärt bekommen. Vor ziemlich genau 18 Monaten hat Schmied erstmals die Reißleine gezogen und die Einführung der Zentralmatura um ein Jahr verschoben - eine nochmalige Verschiebung sei ausgeschlossen, sagte sie damals.
Heute - zwei Sommerferien später - scheint es erneut so, dass die Hausaufgaben nicht gemacht wurden. Die Verunsicherung an den Schulen ist nicht kleiner geworden. Wieder sind es die Schüler, die als erste aufschreien. Es ist ja nicht die Zukunft der Frau Schmied, die hier entschieden wird, sondern die jener Schüler, die heuer in der siebenten Klasse (11. Schulstufe) sind. Sie haben ein Anrecht darauf, dass ihre Bedenken ernst genommen werden und sie nicht zu Versuchskaninchen degradiert werden.
Eines muss garantiert sein: Der Maturajahrgang 2015 (2016 bei den BMHS) darf nicht in die Geschichte eingehen als die verlorene Generation. Das wäre kein Prestigeerfolg für die scheidende Unterrichtsministerin Claudia Schmied.

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