Integrationspreis 2013 geht an drei Sportprojekte für Migrantinnen

15.000 Euro für 18 innovative Sportprojekte aus ganz Österreich

Wien (OTS) - Heute, 29. November 2013, wurde der Integrationspreis Sport 2013 im Haus des Sports verliehen. Prämiert wurden 18 innovative und nachhaltige Sportprojekte, die die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund in Österreich fördern. Im Vorfeld der Preisverleihung fand eine Fachtagung zum Thema Integration und Sport mit inländischen und ausländischen Expert/innen sowie zahlreichen Vertreter/innen von Sportvereinen statt.

Fast 100 Bewerbungen aus allen Bundesländern

2013 durfte sich der ÖIF über einen neuen Bewerberrekord für den Integrationspreis Sport freuen. Fast 100 verschiedene Vereine und Organisationen aus allen Bundesländern reichten ihre Sport-Integrationsprojekte ein. Franz Wolf-Maier, Geschäftsführer des Österreichischen Integrationsfonds, betont: "Im Sport sind Regeln klar definiert, das schafft gleiche Bedingungen für alle. Ein Regelverstoß wird sofort geahndet. Wenn alle die Regeln eines Spiels kennen und Regelverstöße geahndet werden, dann soll der gewinnen, der das Spiel innerhalb der Regeln am besten spielt. Daher ist der Sport der ideale Spiegel für die Integration."

Dr. Samo Kobenter, Sektionschef im Sportministerium: "Sport und Bewegung sind untrennbar miteinander verbunden. Sport bewegt die Menschen in unserem Land, einerseits was Großereignisse und Erfolge unserer Stars betrifft, andererseits aber natürlich auch physisch. So soll es auch mit der Integration sein. Integration soll auch in mehrfachem Sinne bewegen. Die heutige Veranstaltung setzt einen weiteren wichtigen Pflasterstein auf dem Weg zu einem konstruktiven Miteinander."

Integrationsprojekte mit Frauenschwerpunkt erhalten Hauptpreise

Die Hauptpreise des Integrationspreises Sport 2013 gingen erstmals an drei Sport-Integrationsprojekte mit Frauenschwerpunkt. Die Hauptgewinner erhalten jeweils 3.000, 2.000 und 1.000 Euro.

1. Platz: Sport fair bindet - ASKÖ Bundesorganisation
Im Rahmen des Projekts "Sport fair bindet" lernen Mädchen mit und ohne Migrationshintergrund an Schulen mit hohem Migrant/innen-Anteil verschiedene Sportarten kennen. Während der regulären Turnstunde stellen Vereinstrainer/innen der Region die Sportangebote vor und motivieren die Mädchen dazu, auch in ihrer Freizeit in einem Sportverein aktiv zu werden.

2. Platz: Bewegte Integration - Verein Footprint
Zielgruppe des Projekts sind Migrantinnen, die Opfer von Gewalt oder Menschenhandel geworden sind. neben einem vielfältigen Sportangebot stehen den Teilnehmerinnen Sozialbetreuer/innen zur Seite. Um die Integration der Frauen zu stärken, nehmen auch Frauen ohne Migrationshintergrund am Projekt teil.

3. Platz: Ippon Girls - Judo Club Vienna Samurai
Trainerinnen mit Migrationshintergrund sind im Judosport eine Seltenheit. Das Projekt "Ippon Girls" ermöglicht deshalb interessierten Sportlerinnen mit Migrationshintergrund die Ausbildung zur Judo-Trainerin. Sie können damit wichtige Vorbilder werden und Hemmschwellen für Migrantinnen zum Judosport abbauen. Erfahrene Übungsleiter/innen stehen den Nachwuchstrainerinnen als Mentor/innen zur Seite.

Weitere 15 Sport-Integrationsprojekte erhielten Anerkennungspreise in der Höhe von jeweils 600 Euro.

Über den Integrationspreis Sport

Der Integrationspreis Sport wurde in diesem Jahr bereits zum sechsten Mal verliehen. Er steht seit 2011 unter der Schirmherrschaft des Staatssekretariats für Integration und wird in Kooperation mit dem Sportministerium, dem Innenministerium, der Österreichischen Bundes-Sportorganisation, der Bundesschülervertretung sowie dem Sponsor Coca-Cola vergeben. Erstmals fand heuer im Vorfeld der Preisverleihung eine Fachtagung zum Thema Integration und Sport statt.

Rückfragen & Kontakt:

Österreichischer Integrationsfonds
Mag. Roland Goiser
M roland.goiser@integrationsfonds.at
T +43 1 710 12 03 134

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