USA: Erfolgreicher Start der Wintersportsaison

Die österreichische Wintersportindustrie steht bei den Rennen in Beaver Creek am Siegerpodest

Wien (OTS/PWK857) - Die US-Wintersportsaison 2013/14 startet dank früher Schneefälle mit viel Optimismus. Gerade im Westen der USA ist die Buchungslage in den Resorts die beste seit fünf Jahren. Immerhin werden 30% des US-Wintersportgeschäftes bei gutem Schnee im Dezember gemacht. "Wenn die ÖSV-Damen und Herren in Beaver Creek, Colorado auf der neuen Damenrennstrecke 'Raptor' und der 'Birds of Pray' Herrenrennstrecke um Spitzenplätze kämpfen, steht ein Sieger bereits fest: Die österreichische Wintersportindustrie, die Schiläufer von der Mütze bis zum Schischuh ausstattet und auch abseits der alpinen Rennpisten mit Bekleidung, Snowboards, Langlaufschiern und -ausrüstungen, Schiliften, Zufahrtshilfen, Zugangskontrollen, Beschneiungsanlagen und Jump Bags erfolgreich am US-Markt vertreten ist", sagt Rudolf Thaler, österreichischer Wirtschaftsdelegierter in Los Angeles.

Fischer erlebt mit dem innovativen Vacuum Fit Schischuh ein starkes Wachstum. Für Kästle sind die USA der größte Markt. Nach einer erfolgreichen Vorordersaison rechnet Kästle mit einem 25%-Zuwachs im US-Geschäft. Das US-Schiteam und Schiverleihgeschäfte setzen auf Schleiftechnologie von Marktführer Wintersteiger. Vollautomatische Beschneiungsanlagen liegen im Trend, was der Innsbrucker Firma Technoalpin zugutekommt. In Beaver Creek fahren die RennläuferInnen mit Doppelmayr zum Start, wie in vielen anderen amerikanischen Schigebieten auch. Bei den World Cup Rennen 2014 in Beaver Creek kommen Camcat Seilkameras als Test für die Ski WM 2015 in Vail/Beaver Creek zum Einsatz.

Neue Kunden gewinnen

Die USA sind ein attraktiver Wintersportmarkt: 3,4 Mrd. USD wurden in der Saison 2012/13 im Einzelhandel an Wintersportartikeln umgesetzt, heuer könnten es um 100 Mio. USD mehr sein. 627.000 Paar Alpinschier, 734.000 Paar Schischuhe, 1,5 Mio. Brillen und 1,2 Mio. Helme gingen über den Ladentisch. Erfolgsfaktoren der österreichischen Wintersportindustrie am US-Markt sind das gezielte Eingehen auf Marktbesonderheiten, die Fokussierung auf den Premium Bereich, perfekter Service, Innovationen und lokale Präsenz. Die großen Distanzen in den USA sind eine Herausforderung, was eine entsprechende Ausrichtung von Logistik, Verkauf und Service erfordert. Die Wintersportindustrie ist gefordert, ehemalige Schifahrer wieder zu gewinnen und neue Zielgruppen, die Neugier am Wintersport zeigen mit kreativen Ansätzen 'abzuholen'. Dazu gehört z.B. die Abbildung entsprechender Models in Verkaufsbroschüren. Soziale Netzwerke bieten ein großes Mobilisierungspotential. Allein die Hälfte der Schifahrer lebt in Ballungszentren wie New York City, Boston, Dallas, Los Angeles und Salt Lake City. Mehr Breitenwirkung erhoffen sich die Veranstalter der Ski WM15 in Vail/Beaver Creek.

Der US-Schimarkt ist anders

Schifahren ist in den USA eine Randsportart, der in den nationalen Medien kaum Aufmerksamkeit geschenkt wird. X-Games haben mehr Medienaufmerksamkeit als Weltcup Rennen. Erfolge des US-Teams werden kaum wahr genommen, schon eher die Romanze von Golfstar Tiger Woods mit Lindsay Vonn. Von der WM-Schibegeisterung à la Schladming können die Organisatoren der Ski-WM 2015 in Vail/Beaver Creek nur träumen. Geplant ist daher, die Rennen im amerikanischen Stil auszurichten, ähnlich dem Medienspektakel rund um ein Football Spiel. Auch die US-Schifahrer tendieren zu anderer Ausrüstung als in Europa:
Schifahrer in den Alpen bevorzugen eher rennbetonte Carver, im Gegensatz zu den breiten, auf Fun ausgerichtete Allmountain- und Freeride-Schier. Die Vorliebe für Rocker Schier ergibt sich aus der Weite und Unberührtheit der amerikanischen Schigebiete und dem ausgeprägten Naturbewusstsein des US-Schiläufers. Betreiber von Schiresorts sind vielfach Großunternehmen, wie z.B. Vail Resorts, das acht Schigebiete in drei Bundesstaaten betreibt und eine auf Synergien ausgerichtete Investitionsstrategie bei der Anschaffung von Wintersportanlagen und -ausrüstungen verfolgt. Das professionelle Verleihgeschäft gewinnt in den USA mehr an Verbreitung. Stark im Kommen sind Online-Käufe. Liftanlagen sind in den USA nicht immer am modernsten Stand. Schiresorts sind an laufender Qualitätsverbesserung interessiert und investieren vermehrt in ausgefeilte Zugangssysteme zur Analyse des Konsumverhaltens der Gäste. (BS)

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