IG Pflanzenschutz wehrt sich gegen Neuauflage populistischer Pflanzenschutz-Debatte

Mit Halbwahrheiten wird Ernährungssicherheit aufs Spiel gesetzt: Menge der Pflanzenschutzmittel pro Hektar seit 1960 von 5 kg auf 0,001 kg zurückgegangen

Wien (OTS/IGP) - Die Welt braucht deutlich mehr Nahrungsmittel, denn die Weltbevölkerung wächst: Forscher schätzen, dass aus den sieben Milliarden Menschen von heute, bis zur Mitte des Jahrhunderts bis zu zehn Milliarden werden. Im Gegensatz zur Entwicklung der Bevölkerung ist die Anbaufläche weltweit nicht beliebig erweiterbar. Standen noch 1960 zur Ernährung der damals drei Milliarden Menschen etwa 4.300 m2 pro Kopf zur Verfügung, so werden es 2050 nur noch 1.800 m2 pro Kopf sein.

Die Industriegruppe Pflanzenschutz wehrt sich gegen eine Neuauflage der populistischen Pflanzenschutzdebatte, die Umweltorganisationen und Grüne schon im Frühjahr 2013 dazu genutzt haben, um den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln anzuprangern. Erneut wird jetzt der Versuch unternommen, mit einer emotional und populistisch geführten Debatte die Argumente, die für den sachgerechten Einsatz von Pflanzenschutzmitteln sprechen, zu entkräften. Tatsächlich konnte die Menge der aufgebrachten Pflanzenschutzmittel in den vergangenen Jahrzehnten durch den Einsatz modernster Techniken drastisch verringert werden. Mussten noch 1960 fünf Kilogramm Pflanzenschutzmittel verwendet werden, um einen Hektar Anbaufläche zu schützen, so werden heute nur noch 0,001 Kilogramm verwendet.

Die IG Pflanzenschutz verweist darauf, dass Pflanzenschutzmittel zu den am gründlichsten untersuchten Stoffen der Industrie gehören. Der Weg vom Entwicklungslabor bis zum Acker dauert rund zehn Jahre und ist mit Kosten von rund 200 Mio. Euro verbunden. Im Durchschnitt kommt nur eine von rund 100.000 getesteten Substanzen ans Ziel und wird als Wirkstoff zur Pflanzengesundheit in der Landwirtschaft eingesetzt.

Hintergrund:
Die 16 Mitglieder der IG Pflanzenschutz sind die wichtigsten Produzenten und Händler von Pflanzenschutzmitteln in Österreich. Sie beschäftigen rd. 370 Mitarbeiter in Österreich. Den Vorsitz der Gruppe hat Dr. Christian Stockmar von Syngenta inne. Stellvertretend stehen ihm DI Martin Schöpfer von Bayer CropScience sowie KR Andreas Stöckl von Kwizda Agro zur Seite. Innerhalb der IG Pflanzenschutz befassen sich Experten mit unterschiedlichen Themenbereichen, so zum Beispiel im Fachausschuss für Ökologie und Technik (FÖT) oder im Ausschuss für Haus- und Gartenprodukte (H&G). Die heimische Pflanzenschutzmittelbranche erwirtschaftet pro Jahr rund 130 Millionen Euro an Umsatz. Auf europäischer Ebene (EU 27 und EFTA) stehen diesen 100 Millionen etwa 7,5 Milliarden Euro an Umsatz (2011) gegenüber. Das Weltmarktvolumen für Pflanzenschutzmittel beträgt rund 36 Milliarden Euro (2012).

Die Mitglieder der IP Pflanzenschutz sind in alphabethischer Reihenfolge:
- BASF Österreich GmbH
- Bayer Austria GmbH
- Belchim Crop Protection GmbH Österreich
- Cheminova Austria GmbH & Co KG
- COMPO Austria GmbH
- Dow Agro Sciences GmbH
- Du Pont de Nemours (Deutschland) GmbH
- Feinchemie Schwebda GmbH
- Florissa Handels- und Produktions GmbH
- Kwizda Agro GmbH
- Monsanto (Deutschland) GmbH
- Nufarm Austria GmbH & Co KG
- SCOTTS CELAFLOR HGmbH
- Syngenta Agro GmbH
- W. Neudorff GmbH KG
- WINDHAGER HandelsgesmbH

Rückfragen & Kontakt:

pflanzenschutz@danielkapp.at

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