Neues zum Parlamentsbericht "Frauen mit Behinderungen"

In der EU leben 80 Mio. Menschen mit Behinderungen, rund 40 Mio. Frauen mit Behinderung sind von mehrfacher Diskriminierung betroffen.

Brüssel (OTS) - "Noch Anfang Oktober haben wir uns über 'eine großartige Möglichkeit' gefreut, 'auf ein viel zu wenig beachtetes Thema in der Europäischen Union mehr Aufmerksamkeit zu lenken' und nun sehen wir uns mit einer bitteren Wahrheit konfrontiert", zeigt sich Angelika Werthmann angesichts einer organisatorischen Entscheidung des Parlaments enttäuscht: Der Initiativbericht über Frauen mit Behinderungen wird in der kommenden Plenarsitzung im Dezember abgestimmt. Allerdings soll es dazu keine Debatte geben.

Angelika Werthmann weiter: "Wir haben es mit einer ernstzunehmenden Angelegenheit zu tun, denn was wir unter anderem erreichen wollten, war Bewusstseinsschaffung und mehr Aufmerksamkeit für das Phänomen der Mehrfachdiskriminierung. Wir kommen in der heutigen Zeit an dieser Debatte sicher nicht mehr vorbei."
Aussagen zufolge gebe es in der Dezembersitzung des Europäischen

Parlaments schlichtweg zu viele Berichte, weshalb über "Frauen mit Behinderungen" keine Debatte geführt werden könne. Es ist ein Zeichen dafür, dass die Themen Gleichberechtigung und Gleichbehandlung offenbar noch immer ein Nischendasein führen, die man zugunsten sogenannter 'wichtigerer' Anliegen zurückstellen kann.

"Ich bin in diesem Fall durchaus enttäuscht von dieser organisatorischen Vorgehensweise, ich kann mir die Hintergründe für diese Entscheidung wirklich nicht erklären. Schließlich reden wir von hochaktuellen Problemen wie Ausgrenzung, Armut, Arbeitsplätzen und der Gefährdung der Frauen durch sexuelle Gewalt, die nicht einfach ignoriert werden dürfen", meint Angelika Werthmann abschließend.

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