Arbeitsinspektorat und AKNÖ erstellten Leitfaden für die Beschäftigten in der mobile Pflege

AKNÖ-Vizepräsidentin Brigitte Adler: Schwerpunktaktion für bessere Arbeitsbedingungen

Wien (OTS/AKNÖ) - Die mobile Krankenpflege entlastet Heime und Spitäler und damit die öffentlichen Haushalte der Bundesländer. "Auf die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten wird jedoch bisher zu wenig geachtet. Das muss sich ändern", forderte AKNÖ-Vizepräsidentin Brigitte Adler in einem gemeinsamen Pressegespräch mit dem Arbeitsinspektorat und der Volkshilfe am Freitag.

Die Arbeitsplatz der mobilen Gesundheits- und Krankenpflegepersonen sind private Haushalte, in denen es oft an den einfachsten Hilfsmitteln fehlt und nicht selten ist es auch um die Hygiene nicht gut bestellt.

Die mobilen Gesundheits- und Krankenpflegerinnen, PflegehelferInnen und Heimhilfen sind bei Wind und Wetter unterwegs, die Zeitpläne sind oft minutengenau und sehr knapp bemessen. Das führt zu einer viel stärkeren Belastung als in anderen Berufsgruppen.

Vizepräsidentin Brigitte Adler: "Arbeitsinspektorat und NÖ. Arbeiterkammer haben jetzt einen Leitfaden für die Ermittlung von physischen und psychischen Belastungen erstellt", der es "sowohl den BetriebsrätInnen als auch den Dienstgebern erlaubt, alle Arbeitsgänge Schritt für Schritt auf mögliche Arbeitserleichterungen zu überprüfen".

Fehlt es an Heilbehelfen oder Hilfsmitteln? Wurde die DienstnehmerIn in ausreichendem Maße unterwiesen, wo fehlende Hilfsmittel organisiert werden können? Wie können Infektions- und Verletzungsgefahren vermieden werden. Auf diese Fragen gibt die neue Broschüre, die von Arbeitgebervereinigung, AKNÖ und Arbeitsinspektorat erstellt wurde, Antworten.

Österreichweite Schwerpunktaktion "Mobile Pflege" des Arbeitsinspektorates

DI Franz Jäger, Leiter des Arbeitsinspektorates Krems: "Die mobile Pflege unterscheidet sich von der stationären Pflege vor allem dadurch, dass die Arbeitsplätze nicht in Arbeitsstätten sondern im privaten Wohnumfeld sind und verschiedene Hilfsmittel (wie zum Beispiel Pflegebetten) nicht Eigentum der ArbeitgeberInnen sind. Daraus resultiert ein anderer Zugang zur Umsetzung der Pflichten der ArbeitgeberInnen. Sich näher und gründlicher mit dieser bis dato nicht so ausführlich behandelten Situation auseinanderzusetzen, war unter anderem der Hintergrund für die Schwerpunktaktion und die Erarbeitung eines Leitfadens."

Erwin Berger, Leiter der Kommunikation der Volkshilfe Österreich, sagte bei der Pressekonferenz: "Jedes Unternehmen ist an gesunden MitarbeiterInnen interessiert, die ihre Arbeit gerne machen und lange in der Organisation bleiben. Gesundheit ist ein hohes Gut, die Arbeit in der Pflege darf nicht krank machen. Der Leitfaden wird für mehr Sensibilisierung für die Bedeutung der Arbeitsplatzevaluierung sorgen, und zwar bei Arbeitgebern und ArbeitnehmerInnen."

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