WK Kärnten startet grenzüberschreitendes Gütesiegel für KMU am Bau

Interreg-Projekt zeichnet Kärntner Handwerker als Spezialisten für Bauökologie und Energieeffizienz aus - und unterstützt sie damit im Dienstleistungsexport.

Klagenfurt (OTS) - Die Wirtschaftskammer Kärnten startet im Rahmen des Interreg-Projektes "AlpEco - Companies and Building" gemeinsam mit der Provinz Belluno, der Agenzia Per l Energia del Friuli Venezia Giulia und der Akademie der Toblacher Gespräche in Südtirol eine Qualitätsoffensive für KMU im Bausektor. Da es bereits Qualifizierungen im Bereich der Gebäude und der Materialien gibt, sollten nun auch die ausführenden Akteure, nämlich die Handwerker, im Bereich Bauökologie und Energieeffizienz verstärkt ausgebildet werden. Ziel der Initiative ist es, den Betrieben die Möglichkeit zu geben, über Qualifizierungsmaßnahmen im Bereich des nachhaltigen Bauens ihre Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern, diese Kompetenzen am Markt optimal zu kommunizieren und in der Folge davon auch wirtschaftlich zu profitieren. Meinrad Höfferer, Leiter der Abteilung Außenwirtschaft und EU der Wirtschaftskammer: "Wir bieten damit ein mit allen Playern abgestimmtes Projekt ohne Doppelgleisigkeiten und mit einem konkreten Nutzen für die teilnehmenden Betriebe."

Nachhaltiges, gesundes, energieeffizientes Bauen wird für die Unternehmen des Bausektors zunehmend wichtiger, weiß die für Interreg-Projekte in der Abteilung Außenwirtschaft zuständige Anja Smolak: "Es ist ein Trend zu verzeichnen, demzufolge das Bewusstsein für die Themen Nachhaltigkeit, Ökologie und Gesundheit zunimmt. Qualitätsvolle Ausführung, ökologisches Bauen und gesundes Wohnen werden vom Kunden vermehrt nachgefragt und stellen einen Zukunftsmarkt dar." Darüber hinaus zeichne sich auch von Seiten der Gesetzgebung und der Normierung ab, dass die Anforderungen an Nachhaltigkeit, Energie- und Ressourceneffizienz im Bauwesen auch in den nächsten Jahren stetig steigen würden.

Während sich die italienischen Partner auf den Endkunden konzentrieren, steht in Kärnten deshalb der Aufbau eines Auszeichnungssystems mit einem Gütesiegel für Betriebe, die nachhaltig bauen und deren Mitarbeiter in ihrem fachspezifischen Wissen immer auf dem neuesten Stand sind, im Mittelpunkt des Projektes. Über stufenweise Kriterien können diese ihr Engagement und ihr Know-how im Bereich des ökologischen Bauens nachweisbar darstellen und als starkes Verkaufsargument einsetzen. Die Zielgruppe für das neue Gütesiegel sind 15 Gewerke im Bau- und Baunebengewerbe (Baumeister, Dachdecker/Spengler/Schwarzdecker, Elektroinstallateure, Fenster- und Türenspezialisten, Fliesen-, Estrich- und Bodenleger, Maler, Tischler, Haustechniker, Trockenbauer, Experten für Wärmedämm-Verbundsysteme, Zimmerer, Metallbauer sowie Gebäude-, Haustechnik- und Elektroplaner).

Die Marke "ECO-Companies & Building" vermittelt dem Endkunden einen vertrauenswürdigen Qualitätsstandard für Handwerksbetriebe, die mithilfe von festgelegten Kriterien geprüft und zertifiziert sind.

In einem ersten Schritt können Unternehmen mit einem Selbst-Check den derzeitigen Wissens- und Umsetzungsstand im Bereich Bauökologie & Energieeffizienz ermitteln. In einer zweiten Stufe werden sie "ECO-Companies & Building"-Anwärter, die durch die Erfüllung der Basiskriterien sowie die Bereitschaft zur Teilnahme am Weiterbildungsangebot bereits Nutzen ziehen können. Sie werden auf einer öffentlichen Liste als Anwärter geführt, können das Marketing des Programmbetreibers durch allgemeine Öffentlichkeitsarbeit zur Marke nutzen und erhalten Infomaterial zur Weitergabe an Endkunden.

"ECO-Companies & Building"-Partnern hingegen steht nach der Absolvierung eines fünf Module umfassenden Lehrgangs das gesamte Marketingangebot zur Verfügung, das u.a. die Verleihung des Gütesiegels, Auftritte auf Messen und die Präsentation auf der Homepage mit dem eigenem Firmenprofil beinhaltet. Das Programm ist für die Unternehmen durch die Kofinanzierung der EU im Vergleich zu anderen Auszeichnungssystemen besonders günstig: Anwärter zahlen 75 Euro pro Jahr, Partner je nach Firmengröße zwischen 200 und 500 Euro pro Jahr. Die Module kosten jeweils 150 Euro pro Mitarbeiter. Schon jetzt haben sich zehn Firmen angemeldet, Schnellentschlossenen winkt ein Frühbucherrabatt.

Alle Informationen zum Projekt finden Sie auf www.eco-companies-building.eu. Bei Fragen stehen Anja Smolak und Silke Guggenbichler von der Programmstelle "ECO-Companies & Building" gerne zur Verfügung.

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