GÖD-Justizwachegewerkschaft: Faymann stellt sich gegen die öffentlich Bediensteten!

Öffentlich Bedienstete leisten sehr viel um wenig Geld

Wien (OTS) - Erschüttert zeigt sich der Vorsitzende der Justizwachegewerkschaft in der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst (GÖD), Albin Simma, auf die Aussage des Bundeskanzlers, dass bei den Öffentlich Bediensteten noch weiter gespart werden soll. Der Herr Bundeskanzler schürt über die Kronenzeitung nicht nur die Neidgesellschaft sondern bringt auch die Bevölkerung Österreichs gegen eine gesamte Berufsgruppe auf. Es scheint fast so, als ob es sein Ziel sei, Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gegeneinander ausspielen zu wollen um damit sein eigenes Scheitern als Bundeskanzler zu überdecken. Es ist unglaublich, dass der Herr Bundeskanzler die gesamte Beamtenschaft über einen Kamm schert. Selber eine Gehaltserhöhung von 1,8 Prozent in Anspruch zu nehmen und einige Monate später die Beamtenschaft als Verursacher der Finanzmisere hinzustellen ist nicht nur frech, sondern auch unzumutbar. Weiß der Herr eigentlich, was seine viel kritisierte Beamtenschaft tatsächlich leistet und verdient?

Simmas Appell an BK Faymann: "Lieber Herr Bundeskanzler, als Vorsitzender einer Berufsgruppe muss ich Ihnen mitteilen, dass die Exekutive in den Justizanstalten aufgrund der hohen Belastung 27 bis 28 Tage durchgehend im Dienst ist, infolgedessen eine extrem hohe Burnout-Rate aufweist und mit einem Durchschnittsgehalt von 1.600 Euro die Sicherheit in den Justizanstalten zu gewährleisten hat! Wissen Sie, dass viele Vertragsbedienstete mit weniger als 1.400 Euro netto monatlich auskommen müssen? Haben Sie überhaupt eine Ahnung, welche Aufgaben die Justizwache tagtäglich erfüllen muss? Ich fordere Sie deshalb auf, solche unqualifizierte Äußerungen zu unterlassen und an Stelle dessen lieber Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im öffentlichen Dienst nicht noch mehr zu verunsichern und schlecht zu reden, sondern einmal zu motivieren. Setzen Sie endlich ein Zeichen und fangen Sie endlich in Ihrer Politikerriege zu sparen an. Seien Sie endlich ein Vorbild, zeigen Sie, dass Sie die Österreichischen Bürgerinnen und Bürger und deren Interessen vertreten oder gestehen Sie sich ein, gescheitert zu sein und treten zurück".

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Simma Albin
Vorsitzender Justizwachegewerkschaft
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