Jugendparlament thematisiert Politische Bildung in der Schule

Die Plenarsitzung um 15.00 Uhr wird live übertragen

Wien (PK) - Ist der latenten Politikverdrossenheit in Österreich mit mehr politischer Bildung im Schulunterricht beizukommen? Darüber diskutieren heute über 90 Wiener Schülerinnen und Schüler der 9. Schulstufe im Jugendparlament. Grundlage für ihre Klubdebatten und Ausschusssitzungen bildet eine fiktive Gesetzesvorlage, die politische Bildung als eigenes Unterrichtsfach vorschlägt. In ihren "Klubs" sollen die Jugendlichen Parteistandpunkte erarbeiten und diese in den Ausschussberatungen überzeugend argumentieren, um abschließend im Plenum die nötige Mehrheit für eine Beschlussfassung zu erreichen. Im Internet lässt sich über Livestream verfolgen, zu welchem Ergebnis das Jugendparlament gekommen ist und ob die TeilnehmerInnen einen Kompromiss gefunden haben; die Plenardebatte wird in der Zeit von 15.00 Uhr bis ca. 16.00 Uhr unter http://www.ots.at/parlamentstream übertragen.

Prammer: Jugend soll Parlamentarismus erleben

Nationalratspräsidentin Barbara Prammer begrüßte die TeilnehmerInnen des Jugendparlaments bereits gestern im Hohen Haus. Gemeinsam mit Bundesratspräsidenten Reinhard Todt hieß sie die SchülerInnen im Sitzungssaal der Länderkammer willkommen. Es sei ihr ein großes Anliegen, so Prammer, junge Menschen die parlamentarische Arbeit unmittelbar erleben zu lassen. Im Rahmen der Jugendparlamente sei genau das möglich. Die Jugendlichen durchlaufen dabei das parlamentarische Prozedere der Gesetzwerdung: Klubdiskussionen, Ausschussberatungen, die Suche nach Kompromissen und die abschließende Abstimmung im Plenum stehen am Programm des Jugendparlaments. "Die Ergebnisse eurer Beratungen werden dann auch den wirklichen Abgeordneten übermittelt, um zu zeigen, was der Jugend wichtig ist", teilte Prammer den SchülerInnen mit.

Todt unterstrich ebenfalls, als Generalsekretär des Pensionistenverbands liege ihm viel daran, auch die Interessen der Jugend vertreten zu sehen. Heute früh trafen die TeilnehmerInnen am Beginn des Jugendparlament-Sitzungstages auf den Zweiten Nationalratspräsidenten Karlheinz Kopf, der betonte "Politik geht uns alle an". Um als Wähler oder Wählerin in einer repräsentativen Demokratie fundierte Entscheidungen treffen zu können, führte Kopf aus, sei ausreichend politisches Wissen notwendig. Neben Eltern und Schule sah er gerade die PolitikerInnen gefordert, entsprechende Informationen zu liefern.

Gewählte Jungpolitiker geben Tipps im Jugendparlament

Unterstützung bei ihren Verhandlungen über den Gesetzentwurf erhalten die SchülerInnen nicht nur von MitarbeiterInnen der Parlamentsdirektion, auch Abgeordnete des Nationalrats stehen ihnen beratend zur Seite. Von den Fraktionen dazu nominiert wurden diesmal die 'echten' JungmandatarInnen Katharina Kucharowits, SPÖ; Andreas Hanger, ÖVP; Petra Steger, FPÖ; Julian Schmid, Grüne und Nikolaus Scherak, NEOS. Außerdem sind Manfred Wirtitsch aus dem Unterrichtsministerium, Didaktikexperte Wolfgang Sander sowie die Lehrerin Edith Plank und Lukas Faymann von der Bundesschülervertretung als Fachleute eingeladen.

Zweimal im Jahr macht das Jugendparlament junge Menschen an der Schwelle zum Wahlalter mit demokratischen Entscheidungsprozessen vertraut. Dadurch soll der Blick auf die Politik geschärft und das Interesse am Parlamentarismus im Sinne einer demokratischen Gesellschaft gefördert werden. Die teilnehmenden Schulklassen kommen immer aus dem Vorsitzland des Bundesrats; derzeit leitet Wien die Sitzungen der Länderkammer. Auf Grundlage zahlreicher kreativer Bewerbungen zur Thematik Demokratie wählte eine Fachjury für das heutige Jugendparlament die 1aS der HAS Bfi, die 1HMB der Modeschule HLMK 16, die 5C der Albertus-Magnus-Schule und das Modul "Politische Bildung" des BG/BRG Draschestraße. (Schluss) rei

HINWEIS: Fotos von der Auftaktveranstaltung und dem Jugendparlament finden Sie im Fotoalbum auf www.parlament.gv.at.

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