FPÖ-Leyroutz zu Asylwerberheim Krottendorf: "Ängste der Menschen ernst nehmen!"

FPÖ wird Dringlichkeitsantrag zur Festlegung von Bewilligungshöchstzahlen entsprechend dem Bevölkerungsschlüssel einbringen

Klagenfurt (OTS) - Verärgert zeigt sich heute der Klubobmann der Freiheitlichen in Kärnten, Mag. Christian Leyroutz, über die Arroganz der Politik gegenüber den Ängsten der Bevölkerung im Zuge der gestrigen Informationsveranstaltung über die Asylwerberunterkunft in Krottendorf. "Der Bürgermeister begegnete den geäußerten Befürchtungen und Sorgen der Menschen, die auf bisherigen Erfahrungen mit Asylwerbern fußen, leider lediglich mit Polemik", so Leyroutz.

Konkret gehe es darum, dass bisher 30 Asylwerber, bestehend aus Familien mit Kindern, die von der Bevölkerung auch akzeptiert wurden, das Asylwerberheim bewohnten. Nunmehr sind es 50 vorwiegend schwarzafrikanische Männer, die im wieder aufgesperrten Asylwerberheim "Piwater" wohnen und es durch zahlreiche Vorfälle berechtigte Ängste in der Bevölkerung gibt. Das Problem sieht Leyroutz in der Unverhältnismäßigkeit (vor allem in kleinen Ortschaften) zwischen der Einwohnerzahl und der Anzahl an Asylwerbern. In Krottendorf gebt es beispielsweise derzeit rund 100 Einwohner und 50 Asylwerber.

"Hier gehört dringend Abhilfe geschaffen. Wir werden daher auch einen entsprechenden Dringlichkeitsantrag in der nächsten Sitzung des Kärntner Landtages einbringen. Demnach soll eine Höchstzahl an Bewilligungen entsprechend dem Bevölkerungsschlüssel festgesetzt werden", kündigt Leyroutz an.

Weiters fordert Leyroutz auch, dass die "Dublin II-Verordnung" durch die Bundesregierung endlich exekutiert wird. Nach der Dublin-II-Verordnung ist für jeden in der Union eingereichten Asylantrag grundsätzlich nur ein Mitgliedsstaat zuständig. Wenn ein Drittstaatsangehöriger in einem Mitgliedsstaat Asyl beantragt, der nach der Verordnung nicht zuständig ist, ist ein Verfahren für die "Überstellung" des Asylbewerbers an den zuständigen Mitgliedsstaat vorgesehen. Damit soll verhindert werden, dass eine Person innerhalb der Europäischen Union in mehreren Staaten Asylanträge stellt und so das System missbraucht. (Schluss)

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