Alfred Pritz, "Kämpfer für Psychotherapie", erhielt Goldene Wiener Auszeichnung

Wien (OTS) - Alfred Pritz, Psychotherapeut und Rektor der Sigmund-Freud-Privatuniversität, erhielt heute, Donnerstag, das Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien. Zahlreiche Weggefährten und Freunde sind ins Rathaus gekommen, um an der Feierstunde teilzunehmen, darunter BM a. D. Maria Rauch-Kallat, Generaldirektor i. R. Wolfgang Ruttenstorfer, Karlheinz Hora, Bezirksvorsteher 2. Bez., Rechtsanwalt Alfred Noll, Medienpsychologe Peter Vitouch und Chefredakteur Peter Pelinka.

"Alfred Pritz hat sich kaum wie ein anderer in den letzten Jahren für Bedeutung und Stellenwert von Psychotherapie eingesetzt", so Wiens Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny im Rahmen der Verleihung. "Als einer der Initiatoren des Weltkongresses und des Psychotherapiegesetzes sowie als Mitbegründer der Sigmund-Freud-Privatuniversität, deren Rektor er jetzt ist, hat er unermüdlich für die Psychotherapie gekämpft. Das kann nur jemand wie Alfred Pritz, der mit ungeheurer Energie und Überzeugungskraft an die Sache herangeht."

Günther Ogris, Sozialwissenschaftler und Geschäftsführer von Firma Sora, hielt in seiner Laudatio ein Referat über die Geschichte der Stadt, denn "das ist auch die Geschichte von Alfred Pritz". Er erzählte von der Entwicklung des Psychotherapiegesetzes, den Universitätsgründungen und Weltkongressen und schloss mit den Worten:
"Die Psychotherapie ist von Wien aus in die Welt gegangen und das ist Alfred Pritz zu verdanken. Er ist ohne Zweifel der einflussreichste Psychotherapeut weltweit."

Dieser Orden löse auch ambivalente Gefühle in ihm aus, unterstrich Alfred Pritz in seinen Dankesworten. Er ist wie ein Trostpflaster für die Niederlagen, die er auch einstecken musste. Alles, was in seinem Leben gelungen sei, wäre jedoch ohne seine Mitstreiter nicht möglich gewesen: "Meine Leistungen, das waren immer Gruppenarbeiten. Auch die Sigmund-Freud-Privatuniversitäten ist ohne den Gründungsmitgliedern, den Professoren und Studierenden nicht denkbar."

Zwt.: Biographie Alfred Pritz
Alfred Pritz wurde 1952 in St. Lorenzen bei Scheifling (Steiermark) geboren. Er studierte an der Universität Salzburg Psychologie, Psychopathologie und Pädagogik und promovierte 1976.
Seit 1977 bis heute ist er als Psychotherapeut am Ambulatorium für Psychotherapie der Wiener Gebietskrankenkasse (Arbeitsschwerpunkte:
Neurosenpsychotherapie sowie Therapie von Persönlichkeitsstörungen) angestellt. Unter seiner Führung wurde die Psychotherapie alter Menschen als Leistung der sozialen Krankenversicherung sowie der wissenschaftlichen Evaluierung von Kurz-Gruppenpsychotherapien sowie Beratungstätigkeit der sozialen Krankenversicherung, die Psychotherapie auf Krankenschein betreffend, eingeführt.
Ab dem Jahr 1972 erfolgte seine Ausbildung in Klientenzentrierter Gesprächspsychotherapie (nach Carl Rogers) und Gruppendynamik (ÖAGG) studienbegleitend. Danach absolvierte er weitere Ausbildungen ab 1974 in folgenden Psychotherapiemethoden: Integrative Gestalttherapie und Hypnose. Von 1977 bis 1983 wurde er am Wiener Arbeitskreis für Psychoanalyse zum Psychoanalytiker ausgebildet. Als Lehranalytiker arbeitete Alfred Pritz von 1991 bis 2005 am Wiener Arbeitskreis für Psychoanalyse. Seit 1991 ist er auch als Gruppenlehranalytiker beim Österreichischen Arbeitskreis für Gruppentherapie und Gruppendynamik (ÖAGG) tätig.
Seit 1978 regelmäßige Lehrtätigkeit in der Ausbildung von Psychotherapeuten im ÖAGG, WAP sowie an den Universitäten Wien, Klagenfurt, Innsbruck, Graz und Lemberg. Seit 1997 ist er auch als Honorarprofessor für Psychotherapie an der Medizinischen Universität, sowie seit 1999 als Gastprofessor an der Sovenga University in Pietersburg, Südafrika tätig. Ab dem Jahr 2005 erfolgt auch seine Lehrtätigkeit an der Sigmund Freud Privatuniversität Wien, wo er im selben Jahr auch zum Rektor gewählt worden ist.
Alfred Pritz war auch für die Organisation und Leitung von Weltkongressen in Wien (1996, 1999 und 2002) tätig sowie Mitorganisator der Weltkongresse in Peking (2008) und Sydney (2011). Er hat bzw. hatte verschiedene Funktionen in psychotherapeutischen Vereinen inne, er war Präsident des "Österr. Bundesverbandes für Psychotherapie" (ÖBVP) von 1992 bis 2000 und ist seit 1995 Präsident des "World Council for Psychotherapy".
Alfred Pritz war Mitglied des Gründungskomitees der Sigmund Freud Privatuniversität von 2003 bis 2005. Seit dem Jahr 2005 ist er Rektor der Sigmund Freud Privatuniversität.
Er verfasste zahlreiche Publikationen und wissenschaftliche Beiträge in Fachzeitschriften und Fachbüchern. Für seine wissenschaftliche Arbeit hat Alfred Pritz zahlreiche Ehrungen erhalten, etwa das "Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich" (2001), das "Ehrendoktorat des Osteuropäischen Instituts für Psychoanalyse in St. Peterburg" (2006), das "Ehrendoktorat der Universidad Ricardo Palma, Lima, Peru" (2009), das "Ehrendoktorat der Nationaluniversität Kiew" (2010) und das "Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst".

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