BIO AUSTRIA Vollversammlung fordert Priorität für Bio-Landwirtschaft im Regierungsprogramm

Österreichs Biobäuerinnen und Biobauern beschließen Resolution zu den Koalitionsverhandlungen.

Wien (OTS) - Die Delegiertenversammlung von BIO AUSTRIA, das höchste Gremium des Verbandes der österreichischen Biobäuerinnen und Biobauern, hat im Rahmen der heutigen Sitzung einstimmig eine Resolution zu den Koalitionsverhandlungen verabschiedet. Darin fordern die VertreterInnen der heimischen Biobäuerinnen und -bauern eine klare Priorität für die Ökologische Landwirtschaft im neuen Regierungsprogramm.

Österreich steht vor großen ökonomischen, ökologischen und sozialen Herausforderungen. Dazu gehört auch die ökologische Gestaltung der Landwirtschaft, um nachhaltig die Versorgung mit leistbaren und gesunden Lebensmitteln sicherzustellen. Die biologische Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion hat gezeigt, dass sie wesentlich zur Bewältigung der anstehenden Aufgaben beitragen kann. Die österreichischen Biobäuerinnen und Biobauern bewirtschaften bereits annähernd 20 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche Österreichs. Neben den Lebensmitteln "produzieren" die Bio-Betriebe dabei eine Reihe öffentlicher Güter für die Gesellschaft, darunter sauberes Wasser, gesunde Böden, Klimaschutz und Biodiversität. Damit erfüllen sie in höchstem Maße den Konsumentenwunsch nach natürlichen, umweltschonend produzierten Lebensmitteln, die frei von Gentechnik und Pestiziden sind. 80 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher halten die Bio-Landwirtschaft für die "beste und umweltverträglichste Form der Landwirtschaft".

Um das positive Potenzial voll nutzen zu können, ist es notwendig die biologische Landwirtschaft nicht nur durch Instrumente wie Öffentlichkeitsarbeit, öffentlicher Beschaffung und Forschungspolitik, sondern insbesondere über das Österreichische Programm für Ländliche Entwicklung zu unterstützen. Die neue Bundesregierung wird gleich zu Beginn der Legislaturperiode dieses Programm für die Zeit bis 2020 beschließen. Die Delegierten der Biobäuerinnen und Biobauern fordern insbesondere, die volle Abgeltung der Leistungen der biologischen Landwirtschaft über das Agrarumweltprogramm im Regierungsprogramm zu verankern. Weitere wesentliche Forderungen sind die ausreichende Dotierung der Maßnahme Biologische Wirtschaftsweise, sodass Wachstum der biologischen Landwirtschaft nicht verhindert wird und nicht zu Lasten bestehender Bio-Betriebe stattfindet, sowie Bio-Schwerpunkte in projektbezogenen Maßnahmen wie Bildung, Beratung, Modernisierung, Innovation, Kooperation, Lebensmittelqualitätsregelungen etc.

Von den Österreicherinnen und Österreichern wird eine solche Vorgehensweise eindeutig eingefordert und unterstützt: Der überwiegende Teil der Bevölkerung (69 Prozent) ist der Meinung, dass die Bio-Landwirtschaft besonders gefördert werden sollte, um deren Anteil in Österreich weiter zu erhöhen.

Rudolf Vierbauch, Obmann von BIO AUSTRIA: "Eine wichtige Voraussetzung für ein ambitioniertes Agrarumwelt-Programm ist die ausreichende Dotierung des Österreichischen Programmes für Ländliche Entwicklung für die Periode 2014-2020 durch Bereitstellung von nationalen Mitteln im Ausmaß von 50 Prozent. Sowohl die SPÖ als auch die ÖVP haben sich im Wahlkampf unmissverständlich positiv zur biologischen Landwirtschaft bekannt. Die Delegierten der österreichischen Biobäuerinnen und Biobauern erwarten nun, dass dies im Regierungsprogramm durch konkrete Maßnahmen Niederschlag findet."

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Eva Straka, Pressesprecherin BIO AUSTRIA
Tel.: +43/676/842 214 214
E-Mail: eva.straka@bio-austria.at

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