Pirklhuber: Stöger in Sachen Gentech-Honig seit 2011 auf Tauschstation

Grüne: EU-Parlament pariert Gentech-Attacke der EU-Kommission

Wien (OTS) - Der Umweltausschuss des Europaparlaments lehnt den Vorschlag der EU-Kommission, Gentech-Pollen im Honig nicht zu kennzeichnen, ab. "Es ist gut, dass sich die Kommission hier nicht mit Täuschungsmanövern zu Lasten der heimischen ImkerInnen und der Konsumentinnen und Konsumenten durchsetzen kann. Allerdings erwarte ich mir endlich auch Aktivitäten von unserem Gesundheitsminister. Seit der Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes vom 6.9.2011, dass Gentech-Pollen im Honig zu kennzeichnen seien, hat Stöger keinen einzigen Vorschlag gemacht, wie verhindert werden kann, dass den KonsumentInnen Gentech-Honig aufgetischt wird", erklärt Wolfgang Pirklhuber, Landwirtschaftssprecher der Grünen.

Der Europäische Gerichtshof hatte 2011 entschieden, dass mit gentechnisch veränderten Pollen kontaminierter Honig nach der EU-Gesetzgebung gekennzeichnet werden muss. Daraufhin hatte die Kommission einen Gesetzesvorschlag vorgelegt, der besagt, dass das Vorkommen von GVO-Pollen als Bestandteil im Honig zukünftig nicht auf dem Etikett gekennzeichnet werden muss. Dieser wurde gestern vom Umweltausschuss zurückgewiesen.

"Auf meine Anfrage vom Januar 2012, welche Maßnahmen Minister Stöger setzen wolle, um sicherzustellen, dass kein falsch deklarierter Honig in die Lebensmittelkette gelangt, hat er mir geantwortet, er warte ab, was die Kommission vorschlage. Ein wenig mehr sollten sich die KonsumentInenn schon erwarten können. Beispielsweise wäre das mindeste, Schwerpunktuntersuchungen von Honig auf GVO durch die Lebensmittelbehörde zu veranlassen. Doch auch hier will der Minister warten, bis auf EU-Ebene die Entscheidungen gefallen sind. Seit der Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes sind mehr als zwei Jahre vergangen. Herr Minister Stöger, es wurde lange genug gewartet, es wäre an der Zeit zu handeln", fordert Pirklhuber.

Weil die EU-Mitgliedstaaten Honig aus Ländern importieren, der aus gentechnisch veränderten Pflanzen hergestellt wird, und auch bereits in Spanien und Rumänien der Anbau von GVO-Mais zugelassen wurde, wird in den Regalen unserer Geschäfte vermehrt Honig mit GVO-Pollen auftauchen. " Wenn Stöger dafür sorgt, dass auf dem Honig drauf steht, was drinnen ist, dann schützt er unsere heimischen ImkerInnen, und sorgt für Klarheit bei den KonsumentInnen. Das erwarte ich mir", meint Pirklhuber.

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