bOJA (Bundesweites Netzwerk Offene Jugendarbeit): Österreichweite Fachtagung entfachte Mobilitätsdebatte für Jugendliche

200 JugendarbeiterInnen und Fachleute diskutierten mit politischen VertreterInnen aus Bund, Ländern und Gemeinden

Wien, Salzburg (OTS) - Die 7. Bundesweite Fachtagung der Offenen Jugendarbeit in Österreich ist in der Salzburger ARGEkultur mit dem Titel "Facetten der Mobilität - Offene Jugendarbeit zwischen FREIraum und Bewegungsdrang" erfolgreich zu Ende gegangen. 200 JugendarbeiterInnen aus ganz Österreich sowie politische VertreterInnen aus Bund, Ländern und Gemeinden nahmen an der Tagung teil. "Es ist uns gelungen, eine Mobilitätsdebatte zu entfachen.", sagt Mag.a Daniela Kern-Stoiber, Geschäftsführerin von bOJA und ergänzt: "Gerade in der Praxis der Offenen Jugendarbeit können wir feststellen, dass Mobilität ein zentrales Thema für Jugendliche ist." Der Fachtagung sei gelungen, nicht nur Handlungsmöglichkeiten für die Praxis der Offenen Jugendarbeit aufzuzeigen, sondern auch AkteurInnen zu vernetzen und damit Qualitätsstandards voranzutreiben, sagt Kern-Stoiber.

Waltraud Katzlinger, Vorsitzende des bundesweiten Netzwerks Offene Jugendarbeit und Mitarbeiterin von Akzente Salzburg eröffnete die bOJA Fachtagung mit den Worten: "Da wo andere aufhören, fangen wir an. Offene Jugendarbeit ist ein Seismograph für gesellschaftliche Entwicklungen." Die Salzburger Jugend-Landesrätin Mag.a Martina Berthold forderte im Rahmen ihrer Begrüßungsrede: "Neben Mobilität braucht es auch Verortung um der Beliebigkeit vorzubeugen", Jugendliche seien durch Ausbildung und Arbeit bereits sehr mobil, und es bedürfe der Bewusstseinsbildung darüber "wer wir sind und woher wir kommen".

Neben sozialer und räumlicher Mobilität war auch die virtuelle Mobilität Thema. So führte der Leiter der Abteilung Jugendpolitik im Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend, MA Herbert Rosenstingl aus, dass Jugendliche sich heutzutage neben dem vermeintlich "realen" Raum verstärkt in virtuellen Räumen befinden, die ebenfalls zur Realität gehören. Virtuelle Mobilität sei demnach vielmehr eine Ergänzung zur physischen Mobilität.

Prof. Dr. Jens Dangschat von der Technischen Universität Wien setzte sich mit der geistigen Mobilität als Herausforderung für Menschen jeden Alters auseinander und betonte, dass der Mensch Raum und Zeit zum Querdenken benötige. Es müsse also die Fähigkeit zur Raumaneignung vermittelt werden, "hier kommt die Offene Jugendarbeit ins Spiel".

Die vielfältige Debatte wurde am Montag in 10 Workshops zu den unterschiedlichen Facetten von Mobilität intensiviert sowie durch zahlreiche österreichweite Initiativen bereichert. Der Salzburger Verein fairkehr startete zum Beispiel eine "Gehzeug"-Aktion im Öffentlichen Raum, das Science Center Netzwerk stellte den JugendarbeiterInnen ein Diskussionsspiel rund um Mobilität und Nachhaltigkeit vor und eine 16-jährige Schülerin aus Südtirol begeisterte das Publikum mit ihren ganz persönlichen Gedanken zu Mobilität in einem "Poetry Slam". Während der "Ideenschmieden" am Dienstag wurden auch zahlreiche neue Projektideen geboren, wie die Idee "Fairwerten", die -gemeinsam mit Jugendlichen- den Umgang mit Lebensmitteln vor dem Hintergrund von Transportwegen, Produktionsbedingungen und Nachhaltigkeit ins Zentrum rücken möchte.

"Die Tagung war nicht nur thematisch am Puls der Zeit, sondern auch voller Inspirationen und praktischen Ideen für die Arbeit in den Jugendzentren, Treffs und der mobilen Jugendarbeit", resümierte Karin Eitel, bOJA Vorsitzende für 2014 und Gastgeberin der nächsten Fachtagung in Niederösterreich.

Buchpräsentation

Im Rahmen der Fachtagung wurde weiters die brandneue bOJA-Publikation "Freiräume - Eine Annäherung an das Thema Freiraum im Kontext der Offenen Jugendarbeit" vorgestellt. Die Publikation ist eine bunte Zusammenschau der Ergebnisse des von bOJA initiierten Schwerpunkts "Freiräume", ergänzt durch wissenschaftliche, künstlerische und subjektive Blickwinkel. Der Sammelband ist im Verlag des Archivs der Jugendkulturen in Berlin erschienen und über den Buchhandel erhältlich.

Die 7. bOJA-Fachtagung war eine Kooperationsveranstaltung von bOJA, bundesweites Netzwerk Offene Jugendarbeit mit dem Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend, dem Lebensministerium, dem Landesjugendreferat sowie der Stadt Salzburg.

Die Videodokumentation der Fachtagung ist in Kürze auf www.boja.at abrufbar.

Über bOJA

bOJA - Bundesweites Netzwerk Offene Jugendarbeit dient als Plattform für Wissens- und Informationsaustausch und vernetzt Menschen, Ideen, Projekte, Einrichtungen - national und international. bOJA unterstützt das Erwachsen werden von Jugendlichen in Österreich, indem es mit seinen PartnerInnen im Handlungsfeld der Offenen Jugendarbeit (soziale Einrichtungen, Wirtschaft, Verwaltung, Bildungswesen, etc.) zusammenarbeitet und als Sprachrohr und Interessensvertretung für die Bedürfnisse von Jugendlichen aus der Offenen Jugendarbeit agiert. bOJA hat sich zur Aufgabe gesetzt, die Qualitätsstandards in der Offenen Jugendarbeit voranzutreiben und das Bewusstsein für die Bedeutung von Offener Jugendarbeit zu heben. Geschäftsführerin von bOJA ist Mag.a Daniela Kern-Stoiber. bOJA wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend. www.boja.at

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