VP-Leeb ad Mailath-Pokorny: Hören Sie auf Sand in die Augen zu streuen

Wien (OTS) - Die jüngste Presseaussendung des Kulturstadtrates Andreas Mailath-Pokorny ist ein schwacher Versuch, der kulturinteressierten Bevölkerung Sand in die Augen zu streuen. Mailath-Pokorny ist ein Getriebener seiner eigenen Ideenlosigkeit. Die Aufzählung der Leistungen für die dezentralen Kulturleistungen (die sich finanziell übrigens seit Jahren allesamt am selben Niveau befinden) ergibt insgesamt mit 4,9 Mio. Euro zufälligerweise jenen Betrag, der den Vereinigten Bühnen als Subventionserhöhung in nur einem Jahr zugesprochen wurde.

Ist es tatsächlich die Aufgabe einer Kommune ein Musicalhaus mit mehreren Bühnen zu betreiben, wenn diese Häuser auf Grund Ihrer Größe laut dem Geschäftsführer sowieso nie ausgeglichen bilanzieren werden können? Ist es gegenüber den Kulturschaffenden der freien Szene akzeptabel, wenn eben dieser Geschäftsführer trotz 42 Mio. Euro Subvention im Bühne-Interview von prekären Verhältnissen seines Hauses spricht?

"All diese Fragen muss man sich angesichts der kulturpolitischen Entscheidungen in dieser Stadt stellen. Ich vermisse mittlerweile jegliche Sensibilität und vor allem Hausverstand. Wien beraubt sich gerade seiner kulturpolitischen Zukunft, wenn man die kleinen und mittleren Kulturinitiativen ständig beschneidet und deren Subventionen jahrelang, manchmal jahrzehntelang einfriert oder sogar zurückfährt und gleichzeitig aberwitzige Summen in defizitäre Projekte investiert, die überall sonst auf der Welt Gewinne abwerfen", so ÖVP Wien Kultursprecherin LAbg. Isabella Leeb.

Das Kulturbudget der Stadt Wien ist zwar mit fast zwei Prozent im Vergleich zum Bund durchaus vernünftig. Aber die Verteilung dieses Budgets hat eine derartige Schieflage bekommen, dass sich die zahlreich vorhandenen Benachteiligten zurecht über Unterdotierungen aufregen. Während man sich in einem Bereich darüber den Kopf zerbricht Millionen einsparen zu müssen, und dies überraschenderweise auch schafft, denken jene, die sich in wirklich prekären Arbeitsverhältnissen befinden, wie sie sich die Butter aufs Brot leisten sollen.

"Kulturstadtrat Mailath-Pokorny ist aufgefordert sich ernsthaft über die Zukunft der Kulturpolitik dieser Stadt Gedanken zu machen und sich nicht lediglich als Verwalter des Budgets zu verdingen sowie für medienwirksame Ereignisse feiern zu lassen", so Leeb abschließend.

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