Lunacek: "Gen-Honig muss gekennzeichnet werden"

Grüne: Umwelt- und Konsumentenschutz haben sich bei Honigrichtlinie-Abstimmung durchgesetzt

Wien (OTS) - "Ein wichtiger Erfolg für KonsumentInnen, ImkerInnen und Bienen - der Umweltausschuss des Europaparlaments hat die Vorschläge der EU-Kommission abgelehnt und für die Kennzeichnung von Honig aus gentechnisch veränderten Pollen gestimmt. Diese deutliche Kennzeichnung ist absolut notwendig, da aus Nicht-EU-Ländern immer mehr aus gentechnisch veränderten Pflanzen hergestellter Honig importiert wird. Auch in Spanien und Rumänien wurde der Anbau von Gen-Mais zugelassen, was zu einer Zunahme von GVO-Honig führen wird. Die europäischen Imker werden durch Importe aus Drittländern vermehrt unter Druck gesetzt. Daher brauchen sie Unterstützung, um ihre auf Qualität und Reinheit basierenden Produkte weiter herstellen zu können", begrüßt Ulrike Lunacek, Vizepräsidentin der Grünen im Europaparlament, das Abstimmungsergebnis über die Vorschläge zur Überarbeitung der EU-Honig-Richtlinie gestern Abend im Umweltausschuss des Europaparlaments.

Der Europäische Gerichtshof hatte 2011 entschieden, dass mit gentechnisch veränderten Pollen kontaminierter Honig nach der EU-Gesetzgebung gekennzeichnet werden muss. Daraufhin hatte die Kommission einen Gesetzesvorschlag vorgelegt, der besagt, dass das Vorkommen von GVO-Pollen als Bestandteil im Honig gekennzeichnet werden muss - aber nicht auf dem Etikett.

Lunacek: "Wir Grüne setzen uns intensiv dafür ein, dass dieser scheinheilige Vorschlag der Kommission auch in der Plenarabstimmung abgelehnt wird. Honig, der GVO-Pollen enthält, muss als solcher deutlich gekennzeichnet werden - um Wettbewerbsnachteile für GVO-frei produzierende ImkerInnen zu vermeiden und den KonsumentInnen Sicherheit zu geben!"

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