SOS-Kinderdorf/Syrien: Hilfspakete gegen die Kälte für 20.000 Familien und ihre Kinder

Warme Wintermäntel, Decken, Schals und Handschuhe für rund 100.000 Kinder und Erwachsene.

Damaskus/Innsbruck/Wien (OTS) - Während in Österreich bei den aktuellen winterlichen Temperaturen die Heizungen höher gedreht werden, wissen viele Flüchtlings-Familien in Syrien nicht, wie sie ihre Kinder über den Winter bringen sollen. SOS-Kinderdorf plant daher in Kooperation mit acht anderen internationalen Organisationen das Hilfsprogramm "Halt mich warm".

Bis Jänner 2014 sollen 20.000 Familien (ca. 100.000 Personen) mit Hilfspaketen für die kalte Jahreszeit versorgt werden - und zwar mit 60.000 Decken und 100.000 Wintermänteln (drei Decken pro Familie, ein Mantel pro Person und dazu ein Schal und ein paar Handschuhe pro Kind). Verteilt werden sollen die Pakete in den Ballungsräumen Damaskus, Aleppo, Latakia und Tartus sowie Daraaa. Die Kosten für das Hilfsprojekt: ca. 1,8 Mio Dollar bzw. 1,3 Mio. Euro.

"Der kommende Winter jagt mir große Angst ein!"

Malak, eine junge Mutter aus Darayya, schildert ihre sehr schwierige Lage - als Beispiel, stellvertretend für tausende Schicksale von Kindern und Familien in Syrien.

"Am schlimmsten ist es für meinen Sohn Malek", sagt Malak. "Er ist sehr unglücklich, seit wir unser Haus verlassen haben, er will auch nicht mit den anderen Kindern spielen. Letzten Winter wurde er sehr krank. Durch die feuchte Kälte hier im Keller und den Mangel an Sonnenlicht bekam er Bronchitis, die sich zu schwerem Asthma entwickelt hat. Wir haben keine Medizin für ihn und nur wenig zu essen. Mein kleiner Bub schläft fast den ganzen Tag, weil er so schwach ist - und so traurig. Mein Herz bricht, weil ich ihn so sehen muss!"

Auch Malaks 11 Monate alte Tochter Maya leidet, sie hat bis jetzt noch keine der wichtigen Impfungen für Säuglinge erhalten. Der jungen Mutter fehlt es an allem: "Wir brauchen Winterkleidung, Matratzen, Medikamente, Waschmittel, Essen und vieles mehr!" Der kommende Winter, der auch in Syrien bitterkalt werden kann, jagt ihr große Angst ein. "Im Dezember und Jänner fallen die Temperaturen in der Nacht fast auf null Grad. Ich träume jeden Tag davon, endlich wieder nach Hause gehen zu können."

Bis vor zwei Jahren hatte Malak alles, was sie sich erträumt hatte. Mit ihrem Mann Mahran und dem mittlerweile zweijährigen Sohn Malek lebte sie gemeinsam mit ihrer Familie in einem Haus in Darayya. Mit den Nachbarn verstand sie sich gut, ihr Mann ging zur Arbeit. "Ich fürchtete mich vor nichts", sagt Malak. Nun lebt sie mit mehreren Flüchtlingsfamilien auf engsten Raum in einem Keller in Kiswah und weiß nicht, wie es weitergehen soll .

Foto zur Geschichte von Malak: (Carole Alfarah, honorarfrei)

Malek mit seiner Mutter in Notquartier in Damaskus. Die Familie musste aus ihrem Haus flüchten und lebt nun mit anderen Familien auf engstem Raum in einem Keller - und hat große Angst vor der Zukunft.

Spenden: PSK (BLZ 60.000), Kto. 1,566.000 KW "Syrien" oder online www.sos-kinderdorf.at

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Tel. 0699/11153246; E-Mail: martina.stemmer@sos-kinderdorf.at

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