Wirtschaft für Integration für Möglichkeit zur Doppelstaatsbürgerschaft

Kraft-Kinz: "Politische Partizipation für alle BürgerInnen"

Wien (OTS) - "Die Möglichkeit zur Doppelstaatsbürgerschaft war eine der zentralen Forderungen, die die 400 TeilnehmerInnen des Österreichischen Integrationstags 2013 im April formuliert haben. Als Initiatoren des Tages sind auch wir davon überzeugt, dass es ein Nachdenken über die Möglichkeit zur Doppelstaatsbürgerschaft in Österreich braucht", so Georg Kraft-Kinz, Obmann des Vereins Wirtschaft für Integration (VWFI).

"Wir freuen uns darüber, dass die Diskussion zu diesem wichtigen Themen nun wieder neue Impulse erhält", so Kraft-Kinz anlässlich der Diskussion um den von der Grünen Nationalratsabgeordneten Alev Korun eingebrachten Parlamentsantrag über eine Lockerung der Regelung für Doppelstaatsbürgerschaften und der geplanten Erleichterungen für DoppelstaatsbürgerInnen in Deutschland.

Kraft-Kinz: "Brauchen ein modernes, zeitgemäßes Staatsbürgerschaftsgesetz"

Laut Statistik Österreich gab es 2012 in Österreich erstmals mehr als eine Million Menschen ohne österreichische Staatsbürgerschaft. Rund 11 Prozent der Gesamtbevölkerung sind somit von der vollen politischen Mitbestimmung ausgeschlossen, da diese an die Staatsbürgerschaft gekoppelt ist.

"Wir sind davon überzeugt, dass die Frage nach politischer Mitbestimmung in den kommenden Jahren das zentrale Thema der so genannten Integrationsdebatte wird. Hier orten wir, aus gesellschaftlicher aber auch wirtschaftlicher Sicht, dringenden Handlungsbedarf. Wir brauchen ein modernes, zeitgemäßes Staatsbürgerschaftsgesetz!", zeigt sich Kraft-Kinz überzeugt.

Auch Deutschland plant Lockerung der Gesetze für Doppelstaatsbürgerschaft

Auch in Deutschland ist die Doppelstaatsbürgerschaft Thema: Im gestern vorgestellten Koalitionsvertrag einigten sich CDU,CSU und SPD auf eine Lockerung des Staatsbürgerschaftsgesetzes. Kinder ausländischer Eltern, die in Deutschland geboren und aufgewachsen sind, sollen sich künftig nicht mehr bis zum 23. Geburtstag zwischen dem deutschen Pass und dem ihrer Eltern entscheiden müssen.

"Ein Blick über die Grenze macht deutlich: In Gesellschaften, die so wie unsere und die deutsche von Zuwanderung geprägt sind, sind Modelle notwendig, die den kulturell vielfältigen Lebensrealitäten der Menschen gerecht werden. Die Doppelstaatsbürgerschaft zu ermöglichen ist diesbezüglich nicht nur ein möglicher, sondern auch ein gangbarer Weg - auch für Österreich!", appelliert Kraft-Kinz an die zukünftige österreichische Bundesregierung.

Wohnsitzbürgerschaft und Doppelstaatsbürgerschaft

Als wichtigen Meilenstein auf dem Weg zu einem zeitgemäßen Staatsbürgerschaftsgesetzes führt Kraft-Kinz neben der Möglichkeit zur Doppelstaatsbürgerschaft auch die so genannte Wohnsitzbürgerschaft an: Politische Rechte sind dabei an einen dauerhaften Wohnsitz und nicht an die Staatsbürgerschaft gebunden.

"Österreich ist ein Land im Herzen Europas - mit einem klaren, beherzten Bekenntnis zu mutigen Reformen können wir eine Vorreiterrolle in Europa einnehmen, indem wir ein modernes und faires Staatsbürgerschaftsgesetz schaffen. Das tut der Gesellschaft und der Wirtschaft gut und ist auch ein wichtiges Zeichen der Wertschätzung und Anerkennung", ist Kraft-Kinz überzeugt.

Die Raiffeisenlandesbank Niederösterreich-Wien ist Gründungs- und Hauptsponsor von Wirtschaft für Integration.

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