Österreichische CEOs setzen auf externe Sparring-Partner

Studie "Erfolgreiche Geschäftsführung" des WKÖ-Fachverbandes UBIT zeigt nachgefragte Beratungsfelder auf

Wien (OTS/PWK830) - Laut der aktuellen Studie "Erfolgreiche Geschäftsführung" des WKÖ-Fachverbandes für Unternehmensberatung, Buchhaltung und IT (UBIT), die von der Karmasin Motivforschung durchgeführt wurde, stehen die österreichischen CEOs gewaltig unter Druck. Die Spannungsfelder reichen hier von Bürokratie, geschäftlichen Sorgen, unselbständigen Mitarbeitern über Zeitdruck bis hin zu schnell wechselnden Veränderungen am Markt und auftretenden Spannungen mit Kunden. Für die Verbesserung von Prozessen innerhalb der Organisation bleibt oft wenig Zeit. Und das beeinflusst auch die Umsetzung von Innovationen.

Wunsch nach externer Unterstützung

Gefragt nach Lösungsansätzen geben die interviewten CEOs eine klare Linie vor: externe Unterstützung, die neue Inputs bringt, ist erwünscht, jedoch soll die Implementierung nach innen laufend begleitet werden. Nachhaltige Beratung ist gewünscht - es braucht neue Sparring-Partner. Die systemische Unternehmensberatung, die gemeinsam mit dem Auftraggeber Lösungen und Maßnahmen erarbeitet, die interne Planung begleitet und laufend neues Fachwissen einfließen lässt, ist "state of the art".

Persönliches Coaching von Führungskräften, Führungskompetenz, Innovationsmanagement, Mitarbeiterentwicklung und die Suche nach High Potentials sind Beratungsfelder der Gegenwart und Zukunft. Die Identifikation mit Zielen mittels Leitbildprozessen und gemeinsamer Zielorientierung soll auch Mitarbeiter verstärkt ins Boot holen und allen dazu dienen, sich auf rasch verändernde Marktsituationen besser einstellen zu können.

Dazu Alfred Harl, Obmann des Fachverbandes Unternehmensberatung, Buchhaltung und IT der Wirtschaftskammer Österreich: "Wir haben dazu eine Studie in Auftrag gegeben und uns genau angesehen, welche Bedürfnisse österreichische CEOs tagtäglich verspüren und wo externe Unterstützung gefragt ist. Vier Handlungsfelder sind für uns in der Studie ganz deutlich geworden. Unsere CEOs wünschen sich Unterstützung für den Umgang mit Zeitdruck, bei der Identifikation von Prozessen und Zielen, bei der Implementierung von Innovationen und im Umgang mit ständigem Wandel. Genau zu diesen Themen werden Experten am 11. Österreichischen IT- & Beratertag Antworten geben und für Geschäftsführungen Lösungen aufzeigen."

Auch die Interessenvertretung wird in die Wunschliste einbezogen:
Noch mehr Lobbying, um langfristig ein Klima der Unternehmensfreundlichkeit zu schaffen, ist erwünscht. "Die Ergebnisse der Umfrage belegen, worauf die Wirtschaftskammer seit Jahren immer wieder hinweist. Dass die bürokratischen und steuerlichen Belastungen mittlerweile viele Betriebe massiv treffen und ihre Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit behindern", sagt Brigitte Jank, Präsidentin der Wirtschaftskammer Wien: "Wir brauchen eine wirtschaftsfreundlichere Politik, die es Unternehmerinnen und Unternehmern ermöglicht, erfolgreich tätig zu sein und sich auf das eigentliche operative Geschäft zu konzentrieren."

Sorgen und Spannungsfelder der österreichischen CEOs

Befragt zu den besonders zeitraubenden Aspekten sehen sich die CEOs bisweilen als "Mädchen für alles" - als Anlaufstelle für Probleme jeglicher Art, eine Aufgabe die mitunter sehr belastend sein kann. Man wünscht sich von den Mitarbeitern mehr Lösungsorientierung bei allen Themen des Unternehmens. Dass Aufgaben oft nicht klar delegiert werden, schafft noch mehr Zeitdruck für den CEO, der wiederum selbst Lösungen für Aufgaben finden muss, die nicht zu seinem Kerngeschäft gehören.

Aufgabenfelder, die infolgedessen zu kurz kommen, sind die Weiterentwicklung von Prozessen und Strategien sowie die Neukundenakquisition bis hin zu Innovationen und Stakeholder-Beziehungen. Auch persönliche Sorgen des CEOs, wie Überarbeitung, mangelnde Work-Life-Balance, hoher Verantwortungsdruck, fehlendes Vermögen sich zu distanzieren und zu delegieren bis hin zur Existenzangst, lassen wichtige Aufgaben in den Hintergrund geraten. Unternehmensseitig werden finanzieller Druck, die Wirtschaftsentwicklung und steigende Konkurrenz als belastend empfunden.

Auf der Meta-Ebene wünschen sich die CEOs mehr Verständnis für die eigene Branche und unternehmerisches Denken in der Öffentlichkeit, sowie klare Regelungen und Gesetze. Denn das subjektive Gefühl, immer mehr Zeit für Bürokratie einsetzen zu müssen, steigt - bis hin zur Wahrnehmung, mit bürokratischen Hürden schikaniert zu werden - und das wiederum kostet Zeit und Geld.

Zufriedenstellende Aspekte der Geschäftsführung

Als zufriedenstellende Aspekte werden von CEOs genannt: positive Bilanzen, Gewinn, gute Auftragslage, gute Liquidität und Wachstum. Auch die geringe Fluktuation der Mitarbeiter, die durchaus als sehr motiviert erlebt werden, wird genannt. CEOs schätzen die Qualität der Leistungen ihrer Mitarbeiter, denn positives Kundenfeedback und Kundentreue werden auf der Sonnenseite des CEO-Alltags registriert. Wenn Zeit für Optimierungen und technische Entwicklungen bleibt, dann werden diese sehr gut angenommen, zeigen Erfolge und bestätigen somit wieder die Entscheidungen.

Trotz aller Herausforderungen zeigt sich die Mehrheit der befragten CEOs in ihrer Funktion zufrieden. Denn die Freude an der Tätigkeit, die gemeisterten Aufgaben, der Erfolg und die Möglichkeit, neue Ideen zu entwickeln, motivieren offenbar ungemein.

Der Fachverband Unternehmensberatung, Buchhaltung und IT

Mit mehr als 61.000 Mitgliedern gehört der Fachverband Unternehmensberatung, Buchhaltung und IT (UBIT) zu den größten und dynamischsten Fachverbänden der Wirtschaftskammer Österreich. Er nimmt die Interessen der Unternehmerinnen und Unternehmer aus den Bereichen Unternehmensberatung, Informationstechnologie und Buchhaltung wahr. Ziel ist es, berufsrelevante Rahmenbedingungen zu optimieren und dem Markt die Leistungen der Berufsgruppen zu kommunizieren. Mitglieder können umfangreiche Beratungs- und Serviceleistungen in Anspruch nehmen. Weitere Informationen sind auf http://www.ubit.at zu finden. Fotos des Pressegesprächs mit WKW-Präsidentin Brigitte Jank und Alfred Harl, dem Obmann des Fachverbandes Unternehmensberatung, Buchhaltung und IT (UBIT), stehen auf http://fotodienst.pressetext.com/album/3282 zur Verfügung. (JR)

Rückfragen & Kontakt:

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Fachverband Unternehmensberatung, Buchhaltung und IT (UBIT)
Mag. (FH) Christina Lukesch
Tel.: 05 90 900-4920
E-Mail: christina.lukesch@wko.at

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