- 26.11.2013, 14:06:09
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Berlakovich: Alte Obst- und Gemüsesorten schützen
Anhörung zur neuen EU-Saatgutverordnung im EU-Parlament
Utl.: Anhörung zur neuen EU-Saatgutverordnung im EU-Parlament =
Wien (OTS) - Die Europäische Kommission möchte das Inverkehrbringen
von Saatgut und Pflanzenvermehrungsgut noch strenger regeln. Die neue
Saatgutverordnung soll zwölf bestehende Richtlinien zum Saatgut- und
Pflanzengutverkehr vereinheitlichen. "Wir müssen unsere alten Sorten
schützen, um die Biodiversität zu erhalten. Die geplante Verordnung
wird keine bessere Qualität von Saatgut mit sich bringen. Und es darf
nicht durch Überbürokratisierung zu einer Mehrbelastung für die
Saatgutproduzenten kommen. Das würde schlussendlich auch zu einer
Verteuerung für die Konsumenten führen", so Berlakovich anlässlich
der heutigen Experten-Anhörung im Agrarausschuss des EU-Parlaments.
Für die heimischen Produzenten und Konsumenten sind der Schutz und
die Förderung der Vielfalt dieser landwirtschaftlichen Kulturpflanzen
besonders wichtig.
Österreich ist in vielerlei Hinsicht ein Land der Vielfalt - und das
muss es auch in Zukunft bleiben. Der Reichtum unseres Landes spiegelt
sich auch in seiner Artenvielfalt wider. Die österreichische Position
ist klar: Alte und seltene Obst-, Gemüse- und Getreidesorten müssen
geschützt bleiben. Diese Vielfalt wird seit Jahrhunderten gepflegt
und von Generation zu Generation weitergegeben.
"Für mich ist es wichtig, die Artenvielfalt zu erhalten, Private,
Hobbygärtner, Kleinbetriebe und Nischenmärkte zu unterstützen und die
heimische Saatgutwirtschaft zu schützen", so der Minister.
In Österreich werden der Erhalt und die Nutzung seltener und
regional wertvoller Kulturpflanzen groß geschrieben. Das beweist das
heimische Agrar-Umweltprogramm ÖPUL. "Um den Anbau und die Vermehrung
seltener landwirtschaftlicher Kulturpflanzen zu forcieren, haben wir
in den letzten Jahren viel investiert. Davon profitieren seltene
Getreidesorten wie der Schlägler Roggen oder der Attergauer
Bartweizen genauso wie alte Erdäpfel- oder Gemüsesorten wie die Lange
Schwarze Wiener Rübe oder das Lindegger Sommerradieschen", so
Berlakovich abschließend.
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