Berlakovich: Alte Obst- und Gemüsesorten schützen

Anhörung zur neuen EU-Saatgutverordnung im EU-Parlament

Wien (OTS) - Die Europäische Kommission möchte das Inverkehrbringen von Saatgut und Pflanzenvermehrungsgut noch strenger regeln. Die neue Saatgutverordnung soll zwölf bestehende Richtlinien zum Saatgut- und Pflanzengutverkehr vereinheitlichen. "Wir müssen unsere alten Sorten schützen, um die Biodiversität zu erhalten. Die geplante Verordnung wird keine bessere Qualität von Saatgut mit sich bringen. Und es darf nicht durch Überbürokratisierung zu einer Mehrbelastung für die Saatgutproduzenten kommen. Das würde schlussendlich auch zu einer Verteuerung für die Konsumenten führen", so Berlakovich anlässlich der heutigen Experten-Anhörung im Agrarausschuss des EU-Parlaments.

Für die heimischen Produzenten und Konsumenten sind der Schutz und die Förderung der Vielfalt dieser landwirtschaftlichen Kulturpflanzen besonders wichtig.
Österreich ist in vielerlei Hinsicht ein Land der Vielfalt - und das muss es auch in Zukunft bleiben. Der Reichtum unseres Landes spiegelt sich auch in seiner Artenvielfalt wider. Die österreichische Position ist klar: Alte und seltene Obst-, Gemüse- und Getreidesorten müssen geschützt bleiben. Diese Vielfalt wird seit Jahrhunderten gepflegt und von Generation zu Generation weitergegeben.

"Für mich ist es wichtig, die Artenvielfalt zu erhalten, Private, Hobbygärtner, Kleinbetriebe und Nischenmärkte zu unterstützen und die heimische Saatgutwirtschaft zu schützen", so der Minister.

In Österreich werden der Erhalt und die Nutzung seltener und regional wertvoller Kulturpflanzen groß geschrieben. Das beweist das heimische Agrar-Umweltprogramm ÖPUL. "Um den Anbau und die Vermehrung seltener landwirtschaftlicher Kulturpflanzen zu forcieren, haben wir in den letzten Jahren viel investiert. Davon profitieren seltene Getreidesorten wie der Schlägler Roggen oder der Attergauer Bartweizen genauso wie alte Erdäpfel- oder Gemüsesorten wie die Lange Schwarze Wiener Rübe oder das Lindegger Sommerradieschen", so Berlakovich abschließend.

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