AKNÖ: Besonders schlechte Chancen für Ältere am nö. Arbeitsmarkt

AKNÖ-Wieser fordert Bonus-Malus-System für Über-55-Jährige von neuer Bundesregierung

Wien (OTS/AKNÖ) - Wer älter als 55 ist, hat es am niederösterreichischen Arbeitsmarkt besonders schwer. Diese Gruppe ist länger arbeitslos als Gleichaltrige im Bundesdurchschnitt. Zu diesem Ergebnis kommen die ArbeitsmarktexpertInnen der AKNÖ. Ein Bonus-Malus-System für ältere ArbeitnehmerInnen könnte dem entgegensteuern. AKNÖ-Präsident Markus Wieser fordert von einer neuen Bundesregierung, mit den Sozialpartnern über ein solches Paket zu verhandeln.

NiederösterreicherInnen, die älter als 55 sind, brauchen nach den jüngsten verfügbaren Daten 156 Tage, bis sie eine neue Stelle finden. "Das ist ein Monat länger, als das österreichweit der Fall ist", sagt AKNÖ-Arbeitsmarktexpertin Angelika Hava. Arbeitslose über 60 suchen in Niederösterreich sogar 254 Tage lang Arbeit - um 82 Tage mehr als im Bundesschnitt.

Niederösterreichische Betriebe beschäftigen auch weniger ArbeitnehmerInnen über 55, als es Betriebe bundesweit tun. "Nur 8,6 Prozent der ArbeitnehmerInnen im Bundesland sind älter als 55", analysiert Hava. "Im Bundesschnitt sind es neun Prozent. Das ist etwas besser - allerdings immer noch wenig." Laut EU-Vorgaben sollten es bis 2016 13 Prozent sein.

AKNÖ-Präsident Markus Wieser fordert bundespolitische Unterstützung für ältere ArbeitnehmerInnen: "Das AMS hat mehrere Programme wie den Verein Initiative 50 und Bildungsförderprogramme, die vielen Betroffenen helfen. Das ist aber offensichtlich zu wenig". Wieser plädiert für ein Bonus-Malus-System für ältere ArbeitnehmerInnen, wie es auch eine Grundsatzeinigung der Sozialpartner vorsieht.

In diesem System sollten Unternehmen, die sich an die Quoten halten, Prämienzahlungen bekommen. Wer die Quote nicht erfüllt, sollte entsprechende Beiträge leisten, fordert der AKNÖ-Präsident: "Eine neue Bundesregierung sollte also mit den Sozialpartnern über ein solches System verhandeln und dann möglichst schnell umsetzen. Das würde nicht nur Betroffenen wesentlich helfen. Ausreichend Arbeitsplätze für ältere ArbeitnehmerInnen sind auch der beste Beitrag zur Sicherung der Pensionssysteme".

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