PVÖ-Wohlmuth: OECD-Studie beweist Überlegenheit unseres gesetzlichen Pensionssystems

Jetzt brauchen wir eine "Revolution der Arbeitswelt" um faktisches Pensionsalter zu erhöhen

Wien (OTS/SK) - Eine heute veröffentlichte Studie der OECD zum Thema "Pensionen" stellt Österreichs staatlichem Pensionssystem ein sehr gutes Zeugnis aus. Der Lebensstandard von Österreichs PensionistInnen ist relativ hoch, die Ersatzrate die dritthöchste in Europa und die Armutsgefährdung liegt deutlich unter dem Durchschnitt. Andreas Wohlmuth, Generalsekretär des Pensionistenverbandes Österreichs (PVÖ) betont dazu: "Die aktuelle OECD-Studie beweist: Unser gesetzliches, umlagefinanziertes Pensionssystem ist robust, anderen Systemen überlegen und konkurrenzlos." ****

Die OECD kritisiert allerdings, dass die ÖsterreicherInnen im europäischen Vergleich relativ früh in Pension gehen. Wohlmuth dazu:
"Die Heranführung des faktischen an das gesetzliche Pensionsantrittsalter ist die zentrale Herausforderung der nächsten Jahre und Jahrzehnte. Die neuesten Zahlen zeigen aber, dass das Pensionsantrittsalter bereits steigt. Und die zahlreichen schon beschlossenen Maßnahmen, die ab 2014 in Kraft treten werden (z.B. Reform der Invaliditäts-Pension, das einheitliche Pensionskonto sowie das 'fit2work'-Programm)werden es weiter steigen lassen."

Auch wenn die Altersarmutsquote in Österreich deutlich unter dem europäischen Durchschnitt liegt, ist, so Wohlmuth Handlungsbedarf gegeben. "Es ist die Aufgabe eines Sozialstaates, Existenzen abzusichern und Armut zu verhindern", unterstreicht der PVÖ-Generalsekretär und betont abschließend: "Fest steht: Wir brauchen keine weiteren Pensionsreformen, sondern eine 'Revolution' in der Arbeitswelt. Hier muss ein fundamentaler Umbruch, ein Umdenken stattfinden. Wir brauchen mehr und altersgerechte Arbeitsplätze für ältere Menschen, wir brauchen mehr Prävention, mehr betriebliche Gesundheitsvorsorge und wir brauchen endlich ein Bonus-Malus-System, das jene Unternehmen belohnt, die ältere Dienstnehmer in Beschäftigung halten oder neu einstellen und jene zur Kasse bittet, die das nicht tun." (Schluss) up

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