Hundstorfer: "Hohe Beschäftigung sichert alle Sozialsysteme"

"Eine aktivierende Arbeitsmarktpolitik ist notwendig"

Wien (OTS/SK) - Heute, Dienstag, beim Gewerkschaftstag der "PRO-GE" hielt Sozialminister Rudolf Hundstorfer eine Rede. Er äußerte sich bezüglich der gesetzten Maßnahmen im österreichischen Pensionssystem, welche ab 2014 greifen werden: "Lassen wir uns das erleben, was wir im Rechtsrahmen beschlossen haben und nicht ständig nach Änderungen rufen". Die Rede ist vom Pensionskonto, den Langzeitversichtertenpensionen und den Invaliditätspensionen: "Hier wird es keine weiteren Einschnitte geben", versicherte Hundstorfer und betonte den Stellenwert hoher Beschäftigungszahlen: "Hohe Beschäftigung sichert alle sozialen Systeme".****

"Es gibt viele Debatten und Diskussionen um die Pensionen. Wir haben im Pensionssystem viel verändert und neu gestartet. Das war notwendig, weil wir natürlich länger leben, was sehr positiv ist. Man muss jedoch das Sozialsystem dahinter entsprechend neu mitgestalten. Die Maßnahmen, die wir mit der Wirksamkeit ab 2014 gesetzt haben:
Pensionskonto, Langzeitversichertenpension, auch die Invaliditätspension wurde neu gestaltet. Das war kein einfacher Diskussionsprozess, doch es beginnt mit Anfang nächsten Jahres zu wirken", so Hundstorfer. Die Devise sei es, den Leuten frühzeitiger zu helfen und auf sie zuzugehen. Es könne nicht die Glückseligkeit sein, dass man mit 40 Jahren das Leben mit 700 Euro pro Monat bestreiten müsse. Der Sozialminister verwies zudem auf das Programm "fit-2-work" sowie den Rückgang der Anträge bei der Invaliditätspension.

"All das muss weiter gelebt werden. Also lassen wir uns das, was im Rechtsrahmen beschlossen haben, erleben und nicht ständig nach Änderungen rufen. Es wird also keine weiteren Einschnitte geben. Wir sind der Meinung, dass das, was wir geschaffen haben der richtige Weg ist um das Pensionssystem zukunftsfit zu halten", sagte Sozialminister Hundstorfer.

Höchsten Stellenwert misst der Minister der Beschäftigung bei, denn "hohe Beschäftigung sichert all diese Sozialsysteme. Darum ist es am wichtigsten die Beschäftigung voranzutreiben, denn durch hohe Beschäftigungszahlen ist vieles weitere einfach geklärt".

Hundstorfer unterstrich die Flexibilität, die am österreichischen Arbeitsmarkt vorherrscht: "Wir haben 3,6 Millionen unselbstständig Beschäftigte in Österreich. Das sind so viele wie nie zuvor. Wenn die österreichische Wirtschaft hier meint, dass der österreichische Arbeitnehmer flexibler sein muss, dann muss man sich erst einmal vor Augen halten, dass 1,4 Millionen unselbstständig Beschäftigte jährlich den Arbeitgeber wechseln. Den Arbeitnehmern hier vorzuwerfen, dass diese nicht flexibel seien, erübrigt sich. Wir werden hier der Wirtschaft die richtige Antwort geben".

"Österreich hat in Europa die niedrigsten Arbeitslosenzahlen. Um diese weiter senken zu können, ist eine aktivierende Arbeitsmarktpolitik notwendig. Denn egal welche Arbeitslosenzahlen man liest - es ist immer dasselbe: 50 Prozent haben nur einen Pflichtschulabschluss. Darum müssen wir investieren, um die Qualifikationen zu heben. Wir werden die aktivierende Arbeitsmarktpolitik weiter vorantreiben", versicherte Hundstorfer.

Stolz äußerte sich der Minister bezüglich des dualen Ausbildungssystems: "Wir sind in Sachen dualer Berufsausbildung ein Export-Land geworden und führen intensive Verhandlungen mit Griechenland, Spanien, Kroatien, Frankreich und und anderen Ländern, um eine Modellregion zu entwickeln und die duale Berufsausbildung voranzutreiben. Junge Menschen brauchen eine Chance. Die Arbeitslosenrate der 15- bis 19-Jährigen sinkt in Österreich jeden Monat. Wir müssen alles daran setzen, damit weiterhin Lehrlinge aufgenommen werden. Jungen Menschen sollen nach der Pflichtschule automatisch eine weitere Ausbildung garantiert werden, ob es eine schulische Ausbildung ist, oder eine Lehre." (Schluss) dm

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