Küng: Kritik wegen nicht erhöhter Familienbehilfe

Familienbischof: Regierung agiert in Sachen Familienpolitik "ungerecht und eigentlich sehr kurzsichtig"

St. Pölten, 25.11.13 (KAP) Deutliche Kritik wegen der trotz Versprechungen nicht eingehaltenen Erhöhung der Familienbeihilfe übt Familienbischof Klaus Küng. Er finde es "ungerecht und eigentlich sehr kurzsichtig" von der Bundesregierung, dass budgetäre Schwierigkeiten zulasten der Familien gehen müssten, so der St. Pöltner Diözesanbischof in der aktuellen Ausgabe der "Niederösterreichischen Nachrichten" (NÖN). Dass die Familienbeihilfe seit 13 Jahren, aber auch die Kinderbetreuungsgelder nicht erhöht werden, sei ein Zeichen falscher Akzentsetzung und ein Mangel an "Solidarität für die kommenden Generationen".

Die Familie auf der Grundlage zwischen Mann und Frau sei das Fundament für eine nachhaltige Entwicklung der Gesellschaft. Dieses müsse von der Politik gestärkt, nicht ausgehöhlt werden, so Bischof Küng. Während bei Pensionsfragen Stagnation und Stillstand vorherrschend seien, unternehme die Politik zu wenig, um familiäre Strukturen und damit den Rahmen für die Entwicklung von Kindern in deren Beziehung zu den eigenen Eltern zu stärken. Daher sei es widersinnig, auf der anderen Seite "alles zu tun, um junge Mütter möglichst schnell in den Arbeitsprozess zu integrieren" und gleichzeitig den Familien gewissermaßen den Boden unter den Füßen zu ziehen.

Als ein Instrument für die "Sensibilisierung für das Anliegen Ehe und Familie" sieht der Familienbischof den vatikanischen Fragebogen zu Ehe und Familie. Für Ehe und Familie einzutreten und zur "Grüßzügigkeit in Bezug auf Kinder zu ermutigen" sei ein Grundanliegen und ein Grundauftrag der Kirche. "Wir müssen alles tun, damit die Familie gelingt", betonte der Bischof. Die auf der Ehe von Mann und Frau basierende Familie sei die "Grundzelle der Gesellschaft und auch der Kirche" - eine Grundzelle, die aufgrund ihrer Entsprechung mit der "Schöpfungsordnung" nicht beliebig veränderbar sei.

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