Darabos: FPÖ-Einschüchterungsversuche gegen Journalisten ein Skandal

Homophobe Äußerungen disqualifizieren FP-Mölzer als EU-Spitzenkandidaten

Wien (OTS/SK) - SPÖ-Bundesgeschäftsführer Norbert Darabos kritisiert das Vorgehen der FPÖ gegen Vertreter der freien Presse in Österreich scharf: "Eine Bespitzelung oder gar Bedrohung gegen Journalisten ist ein demokratiepolitischer Skandal. Das Vorgehen der Strache-FPÖ, das anscheinend darauf abzielt, Vertreter der Presse, die kritisch über die FPÖ berichten, einzuschüchtern, ist völlig inakzeptabel." Einmal mehr zeige sich, dass die FPÖ nicht fähig ist, demokratiepolitische Standards einzuhalten. Darabos erinnerte daran, dass schon unter Schwarz-Blau der damalige FP-Justizminister Böhmdorfer allen Ernstes geplant hatte, kritische Journalisten mit Haftstrafen zu verfolgen. "Mit der FPÖ ist kein Staat zu machen", so Darabos. ****

"Wir dürfen nicht hinnehmen, dass die FPÖ versucht, kritische Journalisten mundtot zu machen, und in aller Öffentlichkeit laut darüber nachdenkt, Pressevertretern nachzustellen", macht Darabos deutlich. So habe die FPÖ-Pressestelle unmittelbar nach der ORF-Pressestunde bereits den nächsten Einschüchterungsversuch unternommen und via Twitter den Vorschlag gemacht, das Haus eines Journalisten der Kronen Zeitung, der in der ORF-Pressestunde ebenfalls kritisch nachgefragt hat, "vorsichtshalber" auch schon einmal zu filmen.

"Hier plumpe Einschüchterungsversuche gegen Journalisten, dort krasse homophobe Äußerungen im FP-nahen Mölzer-Blatt" - das Auftreten Straches in der ORF-Pressestunde und das ganze Verhalten der FPÖ und dessen "Pressedienst" sei einer parlamentarischen Partei unwürdig, unterstrich der SPÖ-Bundesgeschäftsführer. "Strache sollte sich von seinem Parteikollegen Mölzer, der immer wieder mit homophoben und antisemitischen Äußerungen unangenehm auffällt, abgrenzen und sich besser zweimal überlegen, ob er einen solchen Hetzer wirklich zum Spitzenkandidaten für die EU-Wahl machen will." (Schluss) sc/ah

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