GPA-djp-Fetik/Marx: Finanzielle Unabhängigkeit bester Schutz vor Gewalt

Hinschauen, hinhören und helfen - auch BetriebsrätInnen spielen eine wesentliche Rolle

Wien (OTS/ÖGB) - "Häusliche Gewalt ist ein Problem, von dem überdurchschnittlich viele Frauen betroffen sind. Umso wichtiger sind Maßnahmen, um die ökonomische Unabhängigkeit von Frauen zu fördern:
Faire Einkommen bedeuten finanzielle Selbstständigkeit, das ist der beste Schutz vor Gewalt. Finanzielle Abhängigkeit erschwert oftmals den Weg aus Gewaltbeziehungen", betont Ilse Fetik, Bundesfrauenvorsitzende der Gewerkschaft der Privatangestellten. "Faire Einkommen, der Kampf gegen die Diskriminierung durch Karenzen und die Möglichkeit zu Aus- und Weiterbildung, verankert in Kollektivverträgen, bleiben auf unserer Agenda ganz oben." Die GPA-djp-Frauen rufen anlässlich der heute startenden Aktion "16 Tage der Gewalt" gemeinsam mit zahlreichen Institutionen und Organisationen weltweit dazu auf, "Gewalt an Frauen" öffentlich zu machen und sich damit auseinanderzusetzen. "Die Tabuisierung dieses Themas ist genau der falsche Weg. Opfer schweigen, meistens aus Scham, Täter fühlen sich sicher und ermutigt", so Fetik.+++++

Eine wesentliche Rolle komme auch Betriebsrätinnen und Betriebsräten zu, ergänzt GPA-djp-Bundesfrauensekretärin Barbara Marx: "Sie sind in vielen Unternehmen AnsprechpartnerInnen auch für private Sorgen der Beschäftigten. Umso wichtiger ist es, bei ihnen das Bewusstsein für dieses Thema zu schärfen. Hinschauen, hinhören und helfen, indem sie Betroffene darin bestärken, professionelle Unterstützung zu suchen." Eine zentrale Forderung sei die finanzielle Absicherung der Beratungsstellen und Frauenhäuser sowie des Therapieangebots für Opfer, aber auch für Täter, so Fetik und Marx abschließend: "Außerdem sollte die Präventionsarbeit bereits in der Schule beginnen, Jugendlichen muss vermittelt werden, dass Stressabbau durch Gewalt nur zu Lasten anderer geht und niemals eine Lösung sein kann".

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