AK Kaske: Große Sympathie für Schweizer Vorstoß gegen Gagenwildwuchs

Wien (OTS) - "Der Kampf gegen überbordende Managergehälter ist eine Frage der Gerechtigkeit", sagt AK Präsident Rudi Kaske im Hinblick auf die Schweizer Initiative 1:12. "Ein Verhältnis von 1:49 so wie es zwischen den Durchschnittseinkommen und den Bezügen der Vorstände in den ATX-Unternehmen besteht, ist eigentlich nicht zu rechtfertigen", so Kaske weiter. Der AK Präsident will auch für Österreich eine Begrenzung der Spitzengagen und ihrer steuerlichen Absetzbarkeit.

AK Präsident Kaske zeigt große Sympathie für die Initiative zur Gagenbegrenzung im Nachbarland und ortet zudem großen Handlungsbedarf, auch in Österreich die Gagen der Spitzenmanager zu begrenzen. Dieser zeigt sich laut der jüngsten AK Erhebung zu den Bezügen der Vorstände in den ATX-Unternehmen: Im Vorjahr verdienten diese im Schnitt 1,4 Millionen Euro - um 6,5 Prozent mehr als 2011 und damit das 49-fache eines österreichischen Durchschnittsgehalts. Zum Vergleich: Im Jahr 2000 lag dieser Faktor noch beim 20-fachen.

"Dabei handelt es sich nur um die Gagen, die laut Gesetz auch bekannt gegeben werden müssen", betont Kaske. Von Verhältnismäßigkeit könne jedenfalls schon lange keine Rede mehr sein. "Hier geht es um Verteilungsgerechtigkeit. Die Zahlen der AK Studie beweisen, dass auch in Österreich entsprechende gesetzliche Schritte nötig sind", hält Kaske fest.

Die AK fordert konkret:

+Managerbezüge ab 500.000 Euro sollen nicht mehr als Betriebsausgabe von der Bemessungsgrundlage zur Körperschaftsteuer abgesetzt werden können. Exorbitant hohe Vergütungen führen zu einem Steuerausfall bei der Körperschaftsteuer, wodurch dem Staat wichtige Einnahmen entgehen.

+Variable Bezüge (inklusive aktienbasierte Vergütung) müssen dringend auf maximal 50 Prozent des Fixgehalts beschränkt werden.

+Die Gestaltung der Vorstandsvergütung ist eine zentrale Aufgabe des Aufsichtsrats und muss das auch bleiben. Ein passendes Instrument wäre die dynamische Deckelung: Die maximale Höhe sollte über einen Faktor an die Lohn- und Gehaltsstruktur des jeweiligen Unternehmens gekoppelt sein. Dieser muss im Geschäftsbericht veröffentlicht werden.

Die Studie zur Entwicklung der Vorstandsvergütung in den ATX-Unternehmen finden Sie auf unserer Homepage unter www.wien.arbeiterkammer.at

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