Wurstsemmel-Shitstorm: Österreichs Fleischer erfolgreich beim Staatspreis für PR

Die Kampagne "Der Wurstsemmel-Shitstorm: David gegen Goliath im Web 2.0" wurde in der Kategorie Online & Social Media als Siegerprojekt ausgezeichnet.

Wien (OTS/PWK825) - "Die heimischen Fleischer haben mit Social-Media-Aktivitäten eine für die Fleischer extrem negative Werbekampagne eines multinationalen Konzerns gestoppt", erklärt Rudolf Menzl, Innungsmeister der Fleischer, die Besonderheit der Wurstsemmel-Kampagne, die mit der Agentur Ketchum Publico durchgeführt wurde. Der große Erfolg der Kampagne wurde nun auch von der Jury des österreichischen PR Staatspreis 2013 anerkannt. Bei der 18. PR-Gala des Public Relations Verbands Austria (PRVA) wurde "Der Wurstsemmel-Shitstorm: David gegen Goliath im Web 2.0" vor 260 Gästen aus Wirtschaft, Medien und Wissenschaft im Studio 44 der Österreichischen Lotterien in Wien zum Siegerprojekt in der Kategorie "Online & Social Media" gekürt.

Bei der Kampagne "Der Wurstsemmel-Shitstorm: David gegen Goliath im Web 2.0" stand ein Klassiker der heimischen Jausen-Kultur im Fokus. Die Wurstsemmel wurde in einer Werbekampagne eines multinationalen Unternehmens als klein, staubtrocken und vor allem ohne Wurst dargestellt. Ein Burger um 1 Euro würde viel mehr bieten. Damit war klar, dass der Berufszweig der Fleischer reagieren musste -David gegen Goliath im Web 2.0. Gemeinsam mit der Agentur Ketchum Publico wurden die Fleischer zu Social-Media-Marketiers ausgebildet, die anschließend auf Facebook aktiv wurden und die österreichische Wurstemmel-Community aktiviert haben: Sie haben Bilder von Wurstsemmeln auf Facebook hochgeladen und diese haben klar gezeigt:
Eine Wurstsemmel um einen Euro ist viel besser als ein Burger. Die Resonanz war enorm: Über 43.000 Likes und über 3.800 User haben diese Bilder geteilt. Durch gezielte Informationsarbeit war die Aktion auch in nahezu allen Medien des Landes zu finden. Der Erfolg: Die fremde Kampagne wurde in zwei Tagen gestoppt.

"Die besondere Herausforderung bei diesem Projekt war: Wie können wir mit null Budget gegen eine millionenschwere Kampagne ankämpfen? Wir haben Fleischer in ganz Österreich motiviert, über Facebook die diskriminierte Wurstsemmel zu verteidigen. Begleitet wurde die Facebook-Aktion durch PR- und Pressearbeit. Der Erfolg war gewaltig -die Solidarität der Konsumenten mit den Fleischern gegen einen multinationalen Konzern, der Burger vertreibt, hatte unglaubliche Ausmaße", freut sich Prof. Dr. Reinhard Kainz, Geschäftsführer Bundesinnung der Lebensmittelgewerbe, über das große Echo. "Unser Projekt zeigt: Nicht immer ist ausschließlich das Budget ausschlaggebend. Eine smarte Idee und der durchdachte Einsatz von innovativen Kommunikationstools - darauf kommt es in Wirklichkeit an. Unser Projekt ist die David gegen Goliath Geschichte im Web 2.0 Zeitalter - und Social Media ist die Steinschleuder."

Jury spricht von "beeindruckender Mobilisierung"

Die Jury des österreichischen PR Staatspreises begründete ihre Entscheidung: "Der "Wurstsemmel-Shitstorm" ist ein Lehrbeispiel für eine rasche, witzige, aber auch überlegte Guerilla-Aktion mit durchschlagendem Erfolg, für den die Geschwindigkeit entscheidend war. Eine saubere Vorgehensweise mit großer Transparenz führte zu einer beeindruckenden Mobilisierung gegen eine McDonald's-Werbung. Die Wurstsemmel diente dabei als perfektes Identifikationsobjekt in dieser Krisenkommunikation, die mit relativ geringem Aufwand und in nur zwei Tagen zum Stopp der Kampagne des Fastfood-Konzerns und damit zum Ziel führte."

Staatspreis Public Relations 2013

Insgesamt wurden 69 Projekte für den Staatspreis Public Relations 2013 eingereicht, das ist die bisher höchste Zahl an Einreichungen. Einreichungen waren in den fünf Kategorien Corporate PR, Interne PR, Online & Social Media PR, Produkt- & Service PR und PR-Spezialdisziplinen möglich. (JR)

Rückfragen & Kontakt:

Wirtschaftskammer Österreich
Bundesinnung der Lebensmittelgewerbe
Geschäftsführer Prof. Dr. Reinhard Kainz
Tel.: 05 90 900-3650
E-Mail: fleischwirtschaft@wko.at
Internet: www.lebensmittelgewerbe.at

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