"Thema" am 25. November: Zwölfjährige als Mutter - Kindesmissbrauch im Burgenland

Wien (OTS) - Christoph Feurstein präsentiert in "Thema" am Montag, dem 25. November 2013, um 21.10 Uhr in ORF 2 folgende Beiträge:

Zwölfjährige als Mutter - Kindesmissbrauch im Burgenland

Vor knapp zwei Wochen bringt ein zwölf Jahre altes Mädchen Zuhause ein Kind zur Welt. Erst als es nicht mehr anders geht, bringt ihre Mutter die beiden ins Krankenhaus. Dort fliegt alles auf: Vater des Kindes dürfte der eigene Stiefvater sein. Der 33-jährige Monteur und Langzeitarbeitslose ist bereits wegen sexuellen Missbrauchs verurteilt. Die Vorgeschichte des Mannes war auch dem Jugendamt bekannt und man hatte die Mutter der Zwölfjährigen gewarnt. Mehr aber nicht. Aufmerksame Lehrer vermuteten bereits seit Monaten die nahende Katastrophe und verlangten einen Schwangerschaftstest. Die Mutter des Mädchens beteuert, nichts von dem Missbrauch mitbekommen zu haben. Sie hat den mutmaßlichen Täter kurz nach der Geburt geheiratet. Markus Stachl, Zoran Dobric und Oliver Rubenthaler haben recherchiert.

Terror in Österreich - 20 Jahre Briefbomben

Am 3. Dezember 1993 detonieren die ersten Briefbomben in den Händen von August Janisch, steirischer Flüchtlingspfarrer, und Silvana Meixner, Moderatorin der ORF-Sendung "Heimat, fremde Heimat". Zwei Tage später wird der damalige Wiener Bürgermeister Helmut Zilk schwer verletzt. Vier Jahre lang halten rassistisch motivierte Brief- und Rohrbomben ganz Österreich in Atem. Am 4. Februar 1995 sterben vier junge Roma aus Oberwart. "In diesem Augenblick empfindet man gar nichts außer Schmerz", erinnert sich Stefan Horvath, Vater des Rohrbombenopfers Peter Sarközi. Die Ermittler sind machtlos. Schon im Herbst 1995 gehen die Bombenattentate weiter. Maria Loley, Flüchtlingshelferin aus Poysdorf, verliert ihren linken Zeigefinger. Gleich nach der Operation sagt sie: "Ich mache weiter. Da ist eindeutig die Gewissheit gewesen, ich bin nicht besiegbar - indem ich mich dem Hass nicht ergebe und meine Arbeit als Flüchtlingshelferin fortsetze", erinnert sich die heute 89-Jährige. Bei einer Verkehrskontrolle am 1. Oktober 1997 wird das Bombenhirn Franz Fuchs durch Zufall entdeckt. Die Bilanz seiner fremdenfeindlichen Anschläge: vier Todesopfer und 15 zum Teil schwer verletzte Menschen. Susanna Zaradic hat Opfer getroffen und Bilder des Terrors aus dem Archiv geholt.

Das Leben mit neuen Händen

"Man braucht einen starken Willen, den Glauben an sich selbst und Menschen, die für einen da sind, sonst kann man nicht weiterleben", sagt Theo Kelz, der im August 1994 beim Entschärfen einer Rohrbombe beide Unterarme verloren hat. Von Anfang an ist es sein Ziel, wieder Hände zu bekommen. Am 7. März 2000 ist es soweit: In Innsbruck werden Kelz beidseitig neue Hände transplantiert. Es ist eine Weltsensation. Leiterin des 18-köpfigen Ärzte-Teams war Professorin Hildegunde Piza. Sie ist die einzige Operateurin, die drei beidseitige Handtransplantationen erfolgreich durchgeführt hat. Nun wurde die Chirurgin mit dem weltweit höchsten Preis, dem "Pioneer of Hand Surgery 2013", ausgezeichnet. Gudrun Kampelmüller porträtiert die engagierte Ärztin und ihren Patienten Theo Kelz.

"Thema" ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage als Video-on-Demand abrufbar und wird auch als Live-Stream auf der ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) angeboten.

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