"Besser Gedanken machen wie wir ungeschützte Verkehrsteilnehmer schützen können!"

Wien (OTS) - "Wir sehen in den letzten Jahren einen starken Rückgang bei verunglückten PKW-Lenkern. Bei ungeschützten Verkehrsteilnehmern wie Fußgänger oder Radfahrer erleben wir leider einen entgegengesetzten Trend. Und mit über 900 Verunglückten auf ampelgeregelten Schutzwegen pro Jahr sollten wir uns besser darüber Gedanken machen, wie wir die Schutzwege - auch die ungeregelten -sicherer machen können", sagt Dr. Othmar Thann, Direktor des KFV (Kuratorium für Verkehrssicherheit).

Bei einer Kollision zwischen PKW und Fußgänger bzw. Radfahrer gewinnt immer der Stärkere, also der PKW. "Auf der einen Seite gibt es eine kaputte Stoßstange, im anderen Fall gibt es schwere bzw. tödliche Verletzungen. Das Ziel muss es sein, den Schwächeren zu schützen. Das wird nicht dadurch erreicht, wenn ich ihn bei Rot über die Kreuzung gehen lasse", so Thann.

Keine Vorbildwirkung!

Was sollen sich Kinder denken, die dann Erwachsene bei Rot queren sehen? "Kinder können die Geschwindigkeit herannahender Fahrzeuge nicht einschätzen und brauchen daher klare Regeln, um im immer komplexer werdenden Verkehrsgeschehen sicher unterwegs sein zu können", so Thann.

Am Ende zählen immer empirische Fakten. "Wir sehen aus den Unfallzahlen, dass wir noch ein großes Stück Arbeit vor uns haben, für die schwächsten Verkehrsteilnehmer - vor allem auch im Bereich der ungeregelten Schutzwege - gute Lösungen zu finden. Wir laden alle ein, sich an der Erarbeitung neuer Maßnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit zu beteiligen", schließt Thann.

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