Kaufstromanalyse stellt Niederösterreich ein positives Zeugnis aus

Bohuslav: Positiver Kaufkraftsaldo bestätigt die gelungene Positionierung als Wirtschaftsstandort

St. Pölten (OTS/NLK) - In Summe eine Kaufkraft von 8,5 Milliarden Euro und ein positiver Kaufkraftsaldo von 400 Millionen Euro - so lauten die Kernergebnisse der neuesten NÖ Kaufkraftstrom- und Einzelhandelsstrukturuntersuchungen, die heute, Freitag, in den Räumlichkeiten des Palais Niederösterreich in Wien präsentiert wurden. Ergänzend zum nun vorgestellten Landesbericht, der auf 12.000 Haushaltsinterviews und zahlreichen Erhebungen vor Ort basiert, wird es auch noch fünf Regionsberichte und 70 Zentralortsberichte mit den Daten zu den größten Städten und Gemeinden in Niederösterreich geben.

"Der positive Kaufkraftsaldo und die enge Verflechtung mit den Nachbarregionen bestätigen die gelungene Positionierung Niederösterreichs als nachhaltiger und lebenswerter Wirtschaftsstandort, die auch in der niederösterreichischen Wirtschaftsstrategie als ein wesentliches Ziel verankert ist", so Landesrätin Dr. Petra Bohuslav. "Im Detail stehen Kaufkraft-Abflüsse über die Landesgrenze in Höhe von 1,3 Milliarden Euro den Kaufkraft-Zuflüssen von 1,7 Milliarden Euro gegenüber. Einkaufsgäste geben in Niederösterreich also um 400 Millionen Euro mehr aus als die Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher in den benachbarten Bundesländern", erinnerte die Landesrätin. Niederösterreich weise mit allen Nachbarländern, ausgenommen Oberösterreich und Tschechien, einen positiven Kaufkraft-Saldo auf. Gegenüber der letzten Kaufstrom-Analyse aus dem Jahr 2006 seien die Kaufkraft-Abflüsse nach Ungarn, Tschechien, in die Slowakei, nach Oberösterreich und nach Wien deutlich gesunken, führte Bohuslav weiter aus: "Deutlich zugelegt haben die Kaufkraft-Zuflüsse aus Tschechien, der Slowakei und dem Burgenland. Die mit Abstand intensivsten Kaufkraft-Verflechtungen weist Niederösterreich mit Wien auf. Auch hier liegt der Kaufkraft-Saldo mit 213 Millionen Euro stark im Plus. Auch die Verkaufsflächen in Niederösterreich haben mit 2,81 Millionen Quadratmetern einen neuen Höchststand erreicht", so die Landesrätin.

Zur Stärkung der Zentrumszonen verwies Bohuslav auf die geplante NÖ Ortskernstrategie, die auf verstärkte Kooperationen zwischen Bürgern, Wirtschaft und Gemeinden sowie den Umgang mit dem demographischen Wandel in Ortszentren abzielt. "Oberstes Ziel ist, dass die Ortskerne attraktiv bleiben", betonte Bohuslav.

Die Präsidentin der Wirtschaftskammer Niederösterreich, Sonja Zwazl, betonte vor allem die auf 82,4 Prozent gestiegene Eigenbindung der Kaufkraft. "Mehr als 82 von 100 Euro, die die Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher an Kaufkraft zur Verfügung haben, bleiben also im eigenen Bundesland. Das ist ein hervorragender Wert." Zwazl erinnerte auch an die Niederösterreichische Arbeitsgemeinschaft zur Förderung des Einkaufens in Stadtzentren (NAFES), über die bereits 678 Projekte mit in Summe 13,6 Millionen Euro gefördert worden sind, und informierte über die NÖ Raumordnung. "Ständige Herausforderung bleibt die gezielte Unterstützung für die traditionellen Handelszentren, die Ortskerne und Innenstädte."

Nähere Informationen: Büro LR Bohuslav, Mag. Lukas Reutterer, Telefon 02742/9005-12026, e-mail lukas.reutterer@noel.gv.at, bzw. Wirtschaftskammer Niederösterreich, Christian Buchar, Telefon 02742/851 14600.

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