Kaske will verstärkt Berufsorientierung und ein "Stop-Drop-Out"-Programm in Lehre und Schule - FOTO

Besuch beim Familienprogramm an den L14 Bildungs- und Berufsinfotagen der AK Wien - AK Präsident setzt sich ein für Ausbildung, die Chancen bringt

Wien (OTS/AK) - Bereits 5.000 junge Leute bei den L14 Bildungs- und Berufsinfotagen der AK Wien! "Der Ansturm ist kein Wunder", sagt AK Präsident Rudi Kaske heute Nachmittag beim Besuch des L14-Familienprogramms, "das Interesse an Berufsinfo ist enorm." Bis Samstag werden an die 8.000 BesucherInnen erwartet, die wissen wollen, welcher Bildungsweg am besten zu den eigenen Interessen passt. Darüber informieren sich auch viele Eltern. Kaske: "Es ist nicht leicht, die Wunschschule oder die Wunschlehre zu bekommen." Deshalb helfe die AK hier mit den Infotagen. Verstärkte Berufsorientierung wünscht sich Kaske auch in den Schulen. Und er will ein "Stop-Drop-Out"-Programm gegen den Lehr- und Schulabbruch:
"Die Jugendlichen brauchen Ausbildung, die Chancen bringt."

Berufsorientierung ist mittlerweile ein eigenes Fach in der Neuen Mittelschule. Ein eigenes Fach fordert Kaske auch für die Unterstufen der Gymnasien. Dabei sollen die Jugendlichen auch die Chance bekommen, etwa an berufspraktischen Tagen die Arbeitswelt kennenzulernen. Und Berufsorientierung soll als Prozess gestaltet werden - vom Kennenlernen der eigenen Stärken bis zur Entscheidung, wo welche Ausbildung gemacht wird. Kaske: "Die Jugendlichen sollen Schritt für Schritt zum Wunschberuf kommen. Dabei unterstützen wir die Schulen auch mit eigenen Materialien."

Wenn die Berufsorientierung passt, müsse dann auch das entsprechende Ausbildungsangebot da sein, sagt Kaske. Jeder sechste Lehrling und jeder achte Fach- oder Handelsschüler bricht die Ausbildung komplett ab - unter anderem, weil es kein passendes Angebot gibt. Beispielsweise wird die Hälfte der offenen Lehrstellen in nur drei Bereichen angeboten - im Handel, im Tourismus und bei Friseuren.

Kaske fordert ein "Stop-Drop-Out"-Programm für Lehre und Schule. In den berufsbildenden Schulen will er mehr Förderung im Übergang, bis ab 2017 mit der "Oberstufe neu" Unterricht in Modulen eingeführt wird. Ein positives Beispiel ist die ganztägige Handelsschule und Handelsakademie des bfi in Wien.

In der Lehre will Kaske ein Qualitätssicherungssystem, etwa anrechenbare Kompetenzchecks schon während der Lehrausbildung. Und es dürfe nicht nur Lehrstellen im Handel, im Tourismus und bei Friseuren geben. Hier sei die Wirtschaft gefordert.

SERVICE: Foto vom L14-Rundgang ab ca 16.00 Uhr unter http://wien.arbeiterkammer.at

HINWEIS: L14-Bildungs- und Berufsinfotage der Arbeiterkammer Wien, bis 23. November 2013. Eintritt frei! Familienprogramm Freitag 14 bis 17 Uhr, Samstag 9 bis 17 Uhr - im AK Wien Bildungszentrum, 1040, Theresianumg 16-18, http://www.L14.at

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