Mückstein: OECD-Studie zeigt erneut alarmierend schlechten Gesundheitszustand der Jugend Österreichs

Grüne: Österreich braucht eine Präventionsstrategie, keinen Fleckerlteppich

Wien (OTS) - Laut dem OECD-Bericht "Health at a Glance 2013" befinden sich Österreichs Jugendliche innerhalb der OECD-Länder im Spitzenfeld, was Alkoholkonsum, Rauchen und ungesunde Ernährung betrifft.
Besonders erschreckend ist die Tatsache, dass Österreich bei den jugendlichen RaucherInnen auf Platz eins aller OECD-Länder liegt. Die Grünen fordern eine konsequente Aufklärung an Schulen über die Schäden, die durch Rauchen entstehen.
"Die von der OECD veröffentlichten Zahlen sind alarmierend, hier muss schnellstens gegengesteuert werden. Wichtig ist, dass alle Player an einem Strang ziehen und sich auf einen österreichweiten Präventionsplan einigen. Bisher gab es nur einen Fleckerlteppich aus zahlreichen Einzelinitiativen", meint die Gesundheitssprecherin der Grünen, Eva Mückstein.

Neben dem Ausbau von Prävention und Gesundheitsförderung ist es ebenso wichtig, dass die Kinder und Jugendlichen notwendige Therapien kostenfrei zur Verfügung gestellt bekommen. Die Grünen weisen erneut auf eine Studie des Hauptverbandes hin, wonach im Vergleich zum Versorgungsniveau in Deutschland in Österreich im Jahr 2010 knapp 150.000 Kinder und Jugendliche keine Therapie erhielten.
Auch im Bereich der Rehabilitation gibt es große Lücken in Österreich. 4.000 bis 6.000 Kinder und Jugendliche würden lt. Ärztekammer jährlich in Österreich Rehabilitationsmaßnahmen brauchen, wofür es derzeit zu wenige Plätze gibt.
"Es gibt einen Rehabilitationsplan des Ministeriums, der vier Kinder-Reha-Zentren vorsieht. Die Umsetzung scheitert jedoch an den Ländern, die sich nicht an der Finanzierung beteiligen wollen, diese Blockadepolitik muss sich schleunigst ändern", fordert Mückstein.

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