UNICEF: 1,8 Millionen Kinder auf den Philippinen sind obdachlos

Insgesamt sind 5,5 Millionen Kinder von der Katastrophe betroffen

Wien (OTS) - Die neuesten Zahlen besagen, dass 1,8 Millionen Kinder ihr Zuhause durch den verheerenden Taifun verloren haben und nun in Notunterkünften Zuflucht und Schutz suchen. Insgesamt sind 5,5 Millionen Kinder von der Katastrophe betroffen, viele haben auch ihre Eltern verloren. UNICEF befürchtet nun, dass Infektionskrankheiten und Mangelernährung das Leben der Kinder bedrohen. Doch auch das seelische Leid der Kinder ist erschütternd.

"Viele Kinder haben auf Grund des psychologischen Traumas aufgehört zu sprechen, zu viele von ihnen haben Probleme das Leid, das sie erfahren und gesehen haben, zu verkraften. Unzählige Kinder sind obdachlos und irren inmitten von Trümmern umher auf der Suche nach ihren Eltern", berichtet der Dr. Willibald Zeck. Der Grazer leitet die Ernährungs- und Gesundheitsprogramme von UNICEF auf den Philippinen.

Die Gefahr für Kinder im Katastrophengebiet ist noch lange nicht vorbei. Infektionskrankheiten wie Masern, Polio, Typhus, Durchfall und Lungenentzündung sind gerade jetzt tödliche Gefahren. Außerdem sind etwa 1,5 Millionen Kinder von Mangelernährung bedroht!

Aktuell bereitet UNICEF eine Massenimpfkampagne vor und baut die Kühlkette für die Impfstoffe wieder auf. Außerdem arbeiten Dr. Zeck und sein Team an der Bereitstellung von Medikamenten und medizinischer Ausrüstung für die Behandlung von 1,1 Millionen Menschen, an der Einrichtung von Ernährungszentren und dem Wiederaufbau von Krankenhäusern.

UNICEF-Hilfsgüter für 80.000 Menschen sind bereits eingetroffen:
Hygiene-Sets, Wassertanks, Wasser-Reinigungstabletten, Material zum Bau von Latrinen, Planen, Medikamente für und Mikronährstoffpulver. In Tacloban unterstützt UNICEF die Wasserversorgung für täglich 200.000 Menschen. Und gestern wurde die erste UNICEF-Kinderzone eingerichtet, wo die kleinen Taifunopfer neben Spiel- und Sportmöglichkeiten auch psychologische Hilfe erhalten.

UNICEF arbeitet seit 1947 auf den Philippinen, hat unmittelbar nach der Katastrophe sein Netzwerk von Partnern aktiviert: und zusätzliche Experten in die Region gebracht. Sie arbeiten aktuell von Tacloban, Ormoc, Aklan und Capiz aus, unterstützt vom Team in Manila. Insgesamt sind auf den Philippinen über 120 UNICEF-Mitarbeiter im Einsatz.

UNICEF Österreich bittet um Spenden:

PSK 15 16 500
BLZ 60.000
Stichwort: Kinder Philippinen

Online Spenden unter www.unicef.at

Spenden per Telefon: SMS mit "Philippinen" und dem Spendenbetrag an die Nummer 0699 15 05 6000 senden.

Rückfragen & Kontakt:

oder Interviewwünsche mit Dr. Willibald Zeck:
UNICEF Österreich
Mag. Sylvia Trsek
Tel.: 01/ /879 21 91-40
trsek@unicef.at

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