MA 59 rettet Marktbesucher vor gefürchteter "Schwelle des Grauens"

FPÖ fordert Ende von Schikanen und Sinnlos-Gesetzen

Wien (OTS) - "Hätte nicht ein engagierter Mitarbeiter der MA 59 die 'Schwelle des Grauens' entdeckt und entschärft, sie wäre vermutlich weitere 28 Jahre völlig unbemerkt geblieben", zeigte der freiheitliche Bundesrat und Präsident von Pro Mittelstand Mag. Reinhard Pisec anhand eines Beispiels die Sinnlosigkeit so mancher Verordnung auf, die Gewerbetreibende schikanieren und ihre Tätigkeit unnötig erschweren.

Besagte "Schwelle des Grauens" ist exakt 8 cm hoch und knapp einen Meter breit. Sie befindet sich beim Eingang eines beliebten Wiener Marktstandes und lauert dort seit 28 Jahren darauf, dass ihr einer der zahlreichen Kunden, die sie täglich todesmutig überschreiten, in die Falle geht und stolpert - was freilich bislang noch kein einziges Mal passiert ist. Ein für die MA 59 (Marktamt) offenbar unhaltbarer Zustand, denn sie sah sich gezwungen, amtszuhandeln.

Offenbar sah das Marktamt den Umstand, dass bislang noch kein Kunde aufgrund der Schwelle zu Tode gekommen sei, als Indiz dafür an, dass dies nach statistischer Wahrscheinlichkeit nun unmittelbar bevor stehe und daher verhindert werden müsse. Mit bewundernswerter Präzision amtskapplerischen Sachverstandes wurde daher ordnungsgewaltig bestimmt, besagte Schwelle gelb anzupinseln. "Damit hat die MA 59 sämtliche Marktbesucher vor der gefürchteten 'Schwelle des Grauens' gerettet", zeigte Pisec die Absurdität so mancher Verordnung auf.

"Bürokratie und Verwaltung belasten Österreichs Wirtschaft mit acht Milliarden Euro jährlich. Das ist rund doppelt so viel wie in anderen westlichen Industrieländern", wies Pisec auf diesen eklatanten Wettbewerbsnachteil Österreichischer Unternehmer hin. So würden die Österreicher etwa um 20 Mrd. Euro mehr Steuern zahlen, um die Verwaltung zu finanzieren, als die Schweizer. "Wir brauchen dringend Einsparungen bei der Bürokratie und der Verwaltung", forderte Pisec einmal mehr die Entmüllung der zahllosen sinnlosen und schikanösen Bestimmungen, die Gewerbetreibende in ihrer Tätigkeit nur behindern. "Die 'Schwelle des Grauens' ist ein harmloses, aber bezeichnendes Beispiel behördlichen Unfuges", kündigte Pisec Initiativen der FPÖ gegen wirtschaftshemmende Gesetze an.

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