Gespräch Fischer und Janukowytsch: Aussetzen des Assoziationsabkommens

Wien (OTS) - Bundespräsident Dr. Heinz Fischer führte gestern Abend ein im ursprünglichen Besuchsprogramm nicht vorgesehenes mehr als vierstündiges Gespräch mit dem ukrainischen Staatspräsidenten Viktor Janukowytsch. Der ukrainische Präsident erläuterte die gegenwärtige politische und wirtschaftliche Situation der Ukraine und legte die Gründe dar, warum sich die ukrainische Staatsführung entschlossen hat bzw. entschließen musste, den Weg zur Unterzeichnung des Assoziationsabkommens zum gegenwärtigen Zeitpunkt "auszusetzen" und stattdessen Verhandlungen zwischen der Ukraine, der Europäischen Union und Russland über gemeinsame Interessen vorzuschlagen.

Janukowytsch betonte, dass die europäische Perspektive für die Ukraine langfristig wichtig und gewichtig sei. Nicht zufällig war Brüssel das Ziel seiner ersten Auslandsreise nach seiner Wahl zum ukrainischen Staatspräsidenten. Er ließ aber - untermauert durch viele Beispiele - erkennen, dass die Ukraine von Europa in vielen Fällen enttäuscht wurde und dass die Europäische Union Sachverhalte falsch eingeschätzt habe.

Der ukrainische Präsident lobte gleichzeitig die Beziehungen zu Österreich und äußerte die Hoffnung, dass es möglich sei, intensive Beziehungen mit der Europäischen Union und mit Russland auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen.

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