ÖAMTC: Tanken zum falschen Zeitpunkt kostet Autofahrer derzeit 50 Millionen Euro jährlich

"Ein Tag - ein Preis" macht Tanken transparenter

Wien (OTS) - "Die Zeit ist günstig, um sinnvolle Adaptierungen der Spritpreis-Verordnung ins Auge zu fassen", stellt ÖAMTC-Verkehrswirtschaftsexpertin Elisabeth Brandau fest. Da die aktuell geltende Verordnung mit Ende 2013 automatisch ausläuft, soll und wird sie nun verlängert werden. Der ÖAMTC tritt ganz klar für eine Verlängerung ein. Allerdings fordert der Club eine wesentliche Veränderung: "Ein Tag - ein Preis" sollte anstelle der bisherigen 12 Uhr-Regelung eingeführt werden. "Dadurch gelänge es, die Transparenz für Konsumenten wesentlich zu erhöhen", erklärt Brandau. "So könnten sie die Preise leichter vergleichen und hätten somit mehr Chancen, bei günstigeren Anbietern zu tanken."

Auch eine aktuelle, repräsentative Online-Umfrage im Auftrag des ÖAMTC kommt zu diesem Ergebnis. "Knapp die Hälfte der Österreicher wünscht sich Spritpreise, die zumindest 24 Stunden unverändert bleiben", erläutert die ÖAMTC-Expertin. Die derzeitige Regelung schreibt vor, dass Preiserhöhungen nur einmal täglich, um 12 Uhr mittags, erfolgen dürfen - Preissenkungen hingegen immer. Das führt vor allem dazu, dass Preise um 12 Uhr überproportional angehoben werden, um danach Spielraum für Senkungen zu haben. "Von dieser Vorschrift profitieren ganz klar die großen Mineralölkonzerne mit ihren automatischen Pricing-Systemen", kritisiert Brandau. "Denn 'Gelegenheitstanker' und 'Nachmittagstanker' spülen rund 50 Millionen Euro pro Jahr zusätzlich in die Kassen der Mineralölfirmen und des Staates."

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