Spediteure fordern von der Bundesregierung einen Logistikschwerpunkt

Zentralverband Spedition & Logistik positioniert sich als die unabhängige und verkehrsmittelneutrale Interessensvertretung der Spediteure

Anif (OTS) - Am Rande der Generalversammlung des Zentralverband Spedition & Logistik, die heute am Freitag in Anif, Salzburg, stattgefunden hat und bei der sich alle Jahre traditionell das who is who der heimischen Logistik- und Speditionsbranche trifft, forderte Verbandspräsident Wolfram Senger-Weiss (Vorstand Gebrüder Weiss) von der kommenden Bundesregierung ein klares Bekenntnis zu einem modernen Logistikstandort Österreich.

"Die Speditions- und Logistikbranche ist das Nervensystem der heimischen Wirtschaft. Die österreichische Exportwirtschaft kann nur durch eine gut funktionierende Logistikinfrastruktur erfolgreich sein und damit Arbeitsplätze halten und neue schaffen. Die Investitionen unserer Unternehmen in ihre Infrastruktur sind sehr kapitalintensiv und erfordern dementsprechende Rahmenbedingungen und Planungssicherheit. Von der kommenden Bundesregierung fordern wir deshalb, im Interesse unseres Wirtschaftsstandorts, einen Logistikschwerpunkt", so Senger-Weiss. Es sei bezeichnend, dass es in den vergangenen Regierungsprogrammen keinerlei Logistikschwerpunkte gegeben habe, ergänzt der Geschäftsführer des Zentralverbandes, Oliver Wagner.

Der Zentralverband Spedition & Logistik hat sich 2013 personell und inhaltlich neu aufgestellt. Ende 2012 übernahm Wolfram Senger-Weiss die Funktion des Präsidenten. Mitte 2013 holte dieser mit Oliver Wagner einen profilierten Kommunikationsstrategen als Geschäftsführer an Bord. "Wir wollen Gutes für unsere Branche und den Standort Österreich tun und auch darüber reden. Die Logistikbranche steht im globalen Wettbewerb. Umso schwerer wiegt der Standortfaktor als Vor- oder Nachteil für heimische Spediteure. Von der Politik erwarten wir dazu mehr Mut zu innovativen Lösungen, mehr Einsatz für den Wirtschaftsstandort Österreich und mehr Konsequenz bei der Umsetzung", so Wagner.

Schwerpunkt der Generalversammlung 2013 war, neben den Tätigkeitsbericht über die Interessensvertretung und den Ausbau der Serviceleistungen für Mitglieder, das Thema: "Logistik und Onlinehandel, Chance oder Risiko". Dazu wurde nach zwei spannenden Expertenvorträgen von Dr. Klaus Koller (Leiter Tchibo Logistik International) und Prof. Falb (Roland Berger) angeregt diskutiert. Senger-Weiss dazu: "Eine der größten Herausforderungen der nächsten Jahre sehe ich im Onlinehandel. Hier kommt es für die Logistik zu einem Wandel von B2B Richtung B2C. Damit wird unsere Tätigkeit plötzlich auch vom Endkunden wahrgenommen, worin auch viel unternehmerisches Potential steckt."

Bereits am Vorabend, Donnerstag den 22. November, kam es im unterhaltsamen Rahmen eines "Logistikheurigen" zur Verleihung des "Jungspediteur 2013". Diese gezielte Nachwuchsförderung fand bereits zum dritten Mal statt. Die Gewinnerin war die 1989 geborene Nina Prohaska, die passend zum Schwerpunkt "Onlinehandel" mit dem Projekt "Paketzustellung 2.0" die Jury überzeugen konnte. Inhalt ist, Produktinnovationen aus Zukunftstrends von Konsumverhalten abzuleiten. Prohaska gewann damit eine Reise für 2 Personen nach New York. Der 2. Platz ging an den 1990 geborenen Michael Hirschl, der sich dem Thema "Distributionsoptimierung durch positioning und tracking" widmete. Platz 3 belegte Herr Mario Gräf, Jahrgang 1988, mit dem Nachhaltigkeitsthema "Altspeiseöl als wertvolle Energie". "Dem Zentralverband ist es ein besonderes Anliegen, herausragende Leistungen unseres Logistik- und Spediteurnachwuchses zu honorieren und zu fördern. Je hochwertiger unsere Dienstleistungen werden umso wichtiger ist es gut qualifizierte und motivierte Mitarbeiter zu haben und da gilt es bereits heute für die Zukunft vorzubauen", so ein sichtlich über die Innovationskraft des Branchennachwuchs erfreuter Senger-Weiss.

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