Hauptversammlung der Bundesarbeitskammer (5) - Forderungen für gerechte Bildungschancen

Kindergarten, Schule, Lehre, Studium, Weiterbildung: Anträge zu wichtigen Zielen für bessere Bildung und Ausbildung

Krems (OTS) - Wie es gerechte Bildungschancen gibt: Dafür formuliert die Hauptversammlung der Bundesarbeitskammer heute in mehreren Anträgen wesentliche Positionen. Die Forderungen reichen vom zweiten Gratis-Kindergartenjahr über den Ausbau der ganztägigen Schulen und Verbesserungen in der Lehrausbildung bis hin zu Erhöhung und Ausbau der Studienbeihilfen.

Die Hauptversammlung der Bundesarbeitskammer will Initiativen bereits für die Kleinsten. Sie fordert die Einführung eines zweiten Gratis-Kindergartenjahrs und ein bundeseinheitliches Rahmengesetz für die Kinderbetreuungseinrichtungen. Weiters soll das Angebot an ganztägigen Schulen in bester Qualität ausgebaut werden.

Die Entscheidung über den Bildungsweg soll später fallen; durch eine ganztägige, gemeinsame Schule der Zehn- bis Vierzehn- oder Fünfzehnjährigen mit individueller Förderung und Leistungsorientierung. Die Mittel an die Schulen sollen je nach sozialer Lage der SchülerInnen zugeteilt werden.

Mit einer Novelle des Berufsausbildungsgesetzes soll für konsequente Qualitätssicherung in der betrieblichen Lehrausbildung gesorgt werden. Die Hauptversammlung fordert die gesetzliche Verankerung von Maßnahmen zur Evaluierung der betrieblichen Ausbildungsqualität. Es soll Teilprüfungen in Form von "anrechenbaren Kompetenzchecks" geben.

Überdies fordert die Hauptversammlung eine unabhängige Behörde zur Vollziehung des Berufsausbildungsgesetzes. Derzeit gehört die Lehrlingsstelle zur Wirtschaftskammer. Nötig ist auch eine klare Regelung für die Anrechnung von Schulzeiten in berufsbildenden Schulen auf facheinschlägige Lehrausbildungen und Lehrabschlüsse.

Auch für Gastgewerbe-Lehrlinge soll die Berufsschulzeit endlich von 1.080 auf 1.260 Unterrichtseinheiten ausgeweitet werden. Dadurch würde in zehnwöchigen Lehrgängen (derzeit acht Wochen) auch noch Zeit für Zusatzqualifikationen bleiben.

Die Initiative Erwachsenenbildung für das kostenlose Nachholen von Basisbildung und des Hauptschulabschlusses soll unbefristet fortgesetzt werden. Außerdem sollen auch das Nachholen des Lehrabschlusses und die Berufsreifeprüfung kostenlos sein. Weiters fordert die Hauptversammlung ein Recht auf Weiterbildung für alle Beschäftigten.

Für Studierende fordert die Hauptversammlung die Erhöhung und den Ausbau der Studienbeihilfen. Offensiv ausgebaut werden sollen die Fachhochschulen.

Forts.

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