SP-Valentin an VP- Holdhaus: Einfach im Landtag besser zuhören!

Wien (OTS/SPW-K) - "Wien nimmt die Taubenfrage selbstverständlich ernst - übermäßiges Füttern ist nicht tierschutzgerecht und Verunreinigungen werden geahndet", stellte der Wiener SPÖ-Landtagsabgeordnete Erich Valentin in einer Replik auf VP-Holdhaus klar. Nicht richtig zugehört haben dürfte heute jedoch die VP-Umweltsprecherin, Karin Holdhaus, bei der Beantwortung der 1. Frage im Wiener Landtag.

"Wien nimmt das Tauben-Thema seit langem ernst und Tierschutzstadträtin Sima hat heute auch detailliert ausgeführt, wie die Millionenstadt mit dem Thema umgeht", erläutert Valentin. Gerne erinnert er die Kollegin aber an die Vielzahl differenzierter Maßnahmen von Seiten der Stadt: "Im Wiener Reinhaltegesetz ist klar geregelt, dass Verunreinigungen durch übermäßiges Füttern geahndet werden. Es darf nur soviel gefüttert werden, dass die Vögel das Futter auch aufnehmen können, wenn Futter liegen bleibt, wird gestraft. Geahndet werden Verunreinigungen - wie in allen anderen Bereichen auch - durch die WasteWatcher. Ganz zentral ist auch die Frage, ob artgerecht gefüttert wird, denn Speisereste wie Wurst, Fleisch und Brot sind nicht artgerecht, schaden den Tauben."

Erfolgreiches Projektmodell Taubenkobel

Die Wiener Tierschutzombudsstelle betreut auch ein Pilotprojekt, den Taubenkobel am Amtshaus Meidling, der nach dem "Augsburger Taubenmodell" funktioniert. Bis zu 400 Tauben werden dort gefüttert und mit frischem Wasser versorgt. "Da die Tiere bis zu 80 Prozent ihrer Zeit im Kobel verbringen, holt man sie so weg von den öffentlichen Plätzen. Zudem werden in den Nistmöglichkeiten die Eier durch Attrappen ausgetauscht und so auch die Population kontrolliert", weiß Valentin.

Internationale Vernetzung und Kooperation

"Wien arbeitet zum Thema auch seit langem vernetzt mit anderen Städten zusammen, denn die Taubenfrage beschäftigt viele Kommunen. Im Juni 2013 fand eine von der Wiener Tierschutzombudsstelle organisierte internationale Taubentagung statt", erinnert Valentin an die sehr erfolgreiche Veranstaltung mit zahlreichen nationalen und internationalen ExpertInnen. "Wien wird diesen Weg auch weiter gehen, wir werden weiter aufklären, wollen den Menschen erklären, dass nicht-artgerechtes und übermäßiges Füttern den Tauben schadet und natürlich werden wir auch künftig Verunreinigungen im Sinne des Reinhaltegesetzes ahnden", so Valentin abschließend.

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