AUVA-Fachsymposium widmet sich ärztlicher Begutachtung

Wien (OTS) - Am 25. und 26.11.2013 lädt die Allgemeine Unfallversicherungsanstalt zum internationalen Fachsymposium "Begutachtung nach Trauma & Rechtliche Fragen in der Medizin". In Österreich verunfallen jährlich mehr als 800.000 Menschen, davon etwa ein Viertel bei der Arbeit oder in der Schule. Jährliche Rentenleistungen in Höhe von 450 Mio. Euro zeigen die enorme Verantwortung bei Begutachtung und Leistungsfeststellung.

Ein Achillessehnenriss wurde vor 20 Jahren fast niemals als Unfallfolge gesehen, von der Meinung ausgehend, dass gesunde Sehnen nicht reißen. Heute werden unter nicht immer so klaren Voraussetzungen Sehnenverletzungen des Öfteren anerkannt. Private Versicherungen legen die Kriterien dafür in ihren Verträgen fest, was in der gesetzlichen Unfallversicherung nicht möglich ist. "Damit Leistungen nachvollziehbar zuerkannt werden können, ist eine Konsensfindung der Gutachterärztinnen und -ärzte erforderlich", betont Kongresspräsident und Chefarzt der AUVA-Landesstelle Wien, Dr. Dieter Eschberger.

Rechtliche Themen bisher kaum im Fokus

Begutachtung ist die Grundlage der Rentenleistung der AUVA. Gemäß den Ausbildungsrichtlinien der Österreichischen Gesellschaft für Unfallchirurgie muss die Begutachtung gelehrt werden. Darüber hinaus ist die Begutachtung ein Instrument der Qualitätssicherung. Das Symposium widmet sich insbesondere speziellen Haftungs- und berufsrechtlichen Fragen. Der Großteil der Themen wurde noch nie in den vergangenen Medizinrechtsseminaren präsentiert.

Fachübergreifender Austausch

Das Fachsymposium soll eine Plattform für den Gedankenaustausch zwischen Ärztinnen bzw. Ärzten sowie Juristinnen bzw. Juristen sein. Im Dialog zwischen namhaften Vertretern beider Expertengruppen wird eine umfassende Information für die Praxis geboten. Erstmals wird die Veranstaltung auch gemeinsam mit der Gutachtertagung abgehalten.

Über die AUVA:

Bei der AUVA sind rund 4,7 Millionen Personen gesetzlich gegen Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten versichert: 1,2 Millionen Arbeiterinnen und Arbeiter, 1,6 Millionen Angestellte, 450.000 Selbständige sowie 1,4 Millionen SchülerInnen und Studierende. Die AUVA finanziert ihre Aufgaben als soziale Unfallversicherung fast zur Gänze aus Pflichtbeiträgen der Dienstgeber. Prävention ist dabei die vorrangige Kernaufgabe der AUVA, denn die Verhütung von Unfällen und die Vorbeugung von Berufskrankheiten senkt die Kosten für die drei weiteren Unternehmensbereiche Heilbehandlung, Rehabilitation und finanzielle Entschädigung von Unfallopfern am wirksamsten.

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