Beschluss der GAP-Reform im EU-Parlament: Jetzt sind Mitgliedsstaaten gefordert

Noch offene Durchführungsbestimmungen müssen Ökologisierung unterstützen.

Wien (OTS) - BIO AUSTRIA Obmann Rudi Vierbauch kommentiert die heutige, endgültige Zustimmung des EU-Parlaments zur Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) und zum Mehrjährigen Finanzrahmen:
"Mit dem heutigen Beschluss wagt die Gemeinsame Agrarpolitik nur einen kleinen Schritt in Richtung Nachhaltigkeit. Die Einführung ökologischer Auflagen für Direktzahlungen wird der GAP zwar einen leicht grünen Anstrich verleihen, den drängenden Herausforderungen wie dem Schutz von Boden, Klima und Wasser wird man damit aber bei weitem nicht gerecht. So wird etwa die mehr als ein Jahrzehnt erfolgte kontinuierliche Aufstockung der Ländlichen Entwicklung - mit dem Herzstück Agrar-Umweltmaßnahmen - nicht nur gestoppt, sondern das Budget gegenüber der Vorperiode sogar empfindlich gekürzt. Der Ökologisierung der europäischen Landwirtschaft wird damit kein guter Dienst erwiesen."

Vierbauch weiter: "Erfreulich ist, dass die biologische Landwirtschaft bei dieser Reform eine Anerkennung sowohl in der ersten als auch der zweiten Säule erfährt. Das ist ein deutliches Signal an die Mitgliedsstaaten, die biologische Landwirtschaft auszubauen. Dieses Ziel muss sich in den Durchführungsbestimmungen finden, in dem Anreize für die biologische Bewirtschaftung sicher gestellt werden. Das Greening darf in keinem Fall zur Bestrafung der Bio-Landwirtschaft führen. Auch der diskutierte Einsatz von Herbiziden auf den Ökologischen Vorrangflächen würde in klarem Widerspruch zu den Nachhaltigkeitszielen der GAP-Reform stehen. Vor den EU-Parlamentswahlen im Mai 2014 sind die Durchführungsbestimmungen die letzte Chance, dass sich die EU-Abgeordneten für eine ökologische Ausrichtung der EU-Agrarpolitik einsetzen."

"Stärker als in der Vergangenheit liegen die Entscheidungen über die endgültige Ausgestaltung der GAP bei den Mitgliedsstaaten. Es liegt also in der Hand Österreichs, das Beste aus dem EU-Rahmen zu machen. In die Regierungsverhandlungen setzen wir die Erwartung, dass klare Maßnahmen für die Weiterentwicklung der biologischen Landwirtschaft gesetzt werden", so Vierbauch abschließend.

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